Review

Sartana sowie Lasky und ein paar fette Unsympathen inklusive dauerfressenden Mexicano-Generals sind auf der Jagd nach einem Sarg voll Gold. Es wird abwechselnd eine Spieluhr abgefahren und piffpaff gemacht, bis die Colts mit dem Rauchen aufhören.

Nicht gerade sensationell, dieser Streifen. Kinski-Begeisterte schauen schon bald in die Röhre, weil der gute alte Nikolaus es wieder mal bei einem unter zehnminütigen Gastspiel bewenden läßt und seine Rolle wie so vieles in diesem Film nicht allzuviel Sinn ergibt. Jaja, die ganze Handlung läßt ziemlich unbefriedigt. Eine Menge Typen, deren Beziehungen untereinander äußerst dunkel bleiben, wollen das Gold und lechzen nach Informationen über dessen Aufbewahrungsort, soviel ist klar, der Rest ist undurchsichtig.
Zudem überzeugt Gianni Garko als Edelschütze nicht so wie die vergleichbaren Anthony Steffens und George Hilton, von Franco Nero ganz zu schweigen. Er wirkt in erster Linie durch seine Kostümierung, aber sobald er unter der schwarzen Hutkrempe naiv auflacht, wirkt er eher wie Toni von der Pizzabude als wie der einsame Rächer. Da vermag William Berger in einer Klischeerolle als arischer Bösewicht schon eher zu punkten, vor allem, wenn er mit pathologischem Lachen das MG sprechen läßt. Ganz schön widerlich kommt ein schmierig grinsender Fettsack rüber, der Stuhl heißt. Oder so ähnlich. Sehr nervend nimmt sich der als "comic relief" dienende Totengräber aus, der am laufenden Band Scheiße labert.
Die Schießereien sind Massenware, bis auf ein paar etwas graphischere Kopfschüsse, die sich vor allem im ersten Drittel des Films ansiedeln. Ansonsten gibt es auch viel Leerlauf, so daß man sich den Film vielleicht bei großer Langeweile mal antun kann, aber beileibe nicht sollte oder muß.

Details
Ähnliche Filme