Zwei Bankiers planen hinterhältig das Verschwinden eines Goldtransportes.
Das hat allerdings viele Leichen und Mitwisser zur Folge, was in noch mehr Leichen mündet. Zwischen all diesen Gaunern und zwielichtigen Gestalten taucht der mysteriöse Sartana auf, der auch auf der Suche nach dem Gold ist.
Hier haben wir sozusagen die Geburtsstunde des Sartana Charakters. Gekleidet wie ein Gentleman, füllt Gianni Garko die Rolle des geheimnisvollen Schützen fabelhaft aus. Immer überlegen, immer eine Schritt dem Gegner voraus und hier noch ein wenig mystischer dargestellt.
Garko macht seine Sache gut und legt hier den Grundstein für die folgenden Sartana Filme, wenn auch hier weniger Sprüche zum Einsatz kommen.
Zur Seite stehen ihm diverse bekannte Gesichter des Italo-Genres zur Seite und als Obergegner der kernige William Berger, der auch gut in seine Rolle passt. Der gute Klaus Kinski hat kaum Screentime und beißt recht schnell ins Gras.
Die Story selber gewinnt sicher nicht den Innovationspreis, ist aber ein gutes Grundgerüst, um Sartana darin agieren zu lassen. Klar auch, daß dieser Sartana noch nicht die Klasse der späteren Ascott Streifen hat. Trotzdem macht der Film seine Sache ganz gut, allerdings vermisst man auch die späteren Nicolai Soundtracks.
Der Bodycount ist ziemlich hoch und setzt gleich am Anfang ziemlich heftig ein. Durch den gesamten Film fliegen ständig die blauen Bohnen. Auch hat der Streifen kaum Durchhänger und eilt von einer Aktion zur nächsten. Sartana ist auch hier schon stark überlegen und gerät nie in Schwierigkeiten und schaltet die Gegner mit Tricks und Tücke aus.
Für Italowestern-Fans und Sartana Liebhaber der richtige Streifen, wenn auch noch diverse Schwächen vorhanden sind. Aus Fairness-Gründen zu den hervorragenden Ascott Sartanas vergebe ich eine 6/10. Ganz knapp an einer 7 vorbeigeschrammt...