Review


Inhalt:

China..., wohl in den 1930er Jahren. Shen Tai-Kuan (Jason Pai Piao) war noch ein Jugendlicher, als sein Vater von dem skrupellosen Gangster-Boss Hsu Shi-Chun (Carter Wong) brutal getötet wurde.

Jahre vergehen..., Shen Tai-Kuan und der junge Ah Chai (Jacky Liu Hong-Yi) halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Ah Chai möchte, dass Shen sein Sifu wird, und von ihm KungFu lernen, allerdings weist ihn Shen darauf hin, auf einen alten Mann mit einem besonderen Armreif zu achten, dieser Mann wäre der richtige Sifu für ihn.
Doch dazu kommt es nicht mehr..., Shen Tai-Kuan hat bei einem Duell gegen Hsu Shi-Chun, der ihn ausgeschaltet sehen will, keine Chance, und stirbt nach diesem Kampf.

Zwar begegnet Ah Chai diesem alten Mann (Chan Ming-Wai)..., doch wird schließlich Shen Tai-Wen (Cheng Lui), der Bruder Shen Tai-Kuan´s, der Sifu Ah Chai´s.
Es setzt ein spezielles Training in KungFu ein..., um aus Ah Chai eine Kampfmaschine zu machen.
Dann kommt es zunächst zum Kampf gegen den gefährlichsten Schergen Hsu´s..., Liang (Chu Tit-Wo).

Schließlich stehen sich Ah Chai -zusammen mit Shen Tai-Wen- und Hsu Shi-Chun in einem erbarmungslosen Kampf auf Leben oder Tod gegenüber......


Fazit:

So langsam gehen mir die klassischen Eastern-Filme aus..., die man noch besprechen sollte.
"Funny Kung Fu" ist eine dieser KungFu-Komödien aus dem für das Genre umtriebigen Jahre 1978, als die Wende im Old-School-Eastern-Sektor hin zu den Lustspielen in diesem Bereich einsetzte.
Im Fahrwasser der Knochenbrecher-Pionierstreifen Jackie Chans, will auch "Funny Kung Fu" reüssieren, und krankt denn an den typischen Symptomen solcher Streifen die direkt nach den Chan-Filmen produziert wurden.

Fast zusammenhanglos wird die Storyline hier eingangs erzählt, weiß der Betrachter lange Zeit nicht, worum es denn eigentlich gehen soll.
Ein Mann wird in einem Kampf getötet..., Carter Wong zeichnet dafür verantwortlich, und danach geht es mit einem jungen, unstet lebenden Mann, und dessen Mätzchen als Gelegenheitsjobber weiter.
Das alles in sehr kostengünstig wirkender Kulisse, eben einer dieser "Wald- und Wiesen"-Eastern außerhalb des Shaw-Kosmos..., in einer nüchtern-billigen Atmosphäre, mit diesen Männern in schwarzen Hosen und weißen Leibchen. Und eben diesen albernen Mätzchen und Witzchen, zuzüglich einer koddrig-dümmlichen englischen Synchronisation.

Erst als sich Jason Pai Piao und dieser junge "Held" Jacky Liu Hong-Yi, der eben ala dem anderen Jackie (mit -ie am Ende) den für diese Komödien typischen Hauptakteur mimt, sich als "Buddies" herauszukristallisieren scheinen, scheint auch diese Story an Struktur zu gewinnen.
Zumal nun klar wird, dass Jason Pai Piao eben der Sohn des von Carter Wong Getöteten ist.
Doch erst als dann  Cheng Lui der Coach von Jacky wird, hat der Film denn endlich die ersehnte Kontur..., und der Betrachter kann denn das obligatorische Training und die Fights in die das alles münden muss, genießen.

Dann aber geht die Post ab..., und lässt die Mankos denn vergessen, so wird "Funny Kung Fu" noch zum Eastern, der den eingefleischten Anhängern des Genres gefällt..., zumal die Namen Jason Pai Piao und Carter Wong den Fan ja zuvor aufhorchen ließen.

Die beiden sind denn auch diejenigen die die KungFu-Action tragen, Carter Wong ist da ja über jeden Zweifel erhaben.
Doch auch Jacky Liu Hong-Yi ist da gelehrig, wie gelenkig und flink, so sorgt auch er dafür, dass die KungFu-Action hier eine Klasse für sich ist.
Jacky Liu agiert typisch in seinem Rollenbild, wirkt zunächst unterbelichtet..., dann wird er zum Schüler ala Jackie Chan. Er wirkt sympathisch-schusselig..., und mutiert dann zur Fight-Maschine.
Jason Pai Piao und Carter Wong als Hauptvillain sind da natürlich ernsthafter angelegte Figuren, Wong oft wütend und brutal, mit stechendem Blick, ist er der wieder dringend benötigte Gegen-Pol.

Chu Tit-Wo als Scherge des Villains ist ebenfallls ernst im Spiel, und Cheng Lui ist der überraschende Sifu des Helden, der das in einer gefälligen Mixtur aus lässig-trockenem, coolem und aber auch fast väterlich wirkendem Spiel meistert.
Mit dabei in einer weiblichen, wenig gehaltvollen Rolle ist noch Michelle Yim. Was sie da genau sollte, erschloss sich mir nicht, doch ist die niedlich-attraktive Darstellerin natürlich was für´s männliche Auge. Die würde ich nur von der Bettkante schubsen, wäre ich mit Inka Blumensaat liiert.

Die Trainings-Sequenzen sind natürlich innovativ, wieder auf diesem satten Grün open air..., und den schwingenden Tonkrügen muss einmal mehr flink-gewand im Slalom ausgewichen werden.
Dann kommt es zur KungFu-Action, zuvor natürlich auch schon, dass Duell Carter Wong vs. Jason Pai Piao ist ein erstes Highlight.
Die Fights sind in klassischem Stil, technisch wird es immer besser, das KungFu immer intensiver und dynamischer. Und der Endfight mit Jacky Liu, Cheng Lui und Carter Wong ein Pas-de-Trois des KungFu...., und schließlich das Duell Liu gegen Wong dramatisch und blutig.

"Funny Kung Fu" kriegt also noch die Kurve..., und kann den eingefleischten Fan trotz der nüchtern-billigen Atmosphäre einer typischen Fließband-KungFu-Komödie von der Stange, wie es so viele ab anno ´78 gab, überzeugen.
6/10 Punkte können sich Jacky Liu, Jason Pai Piao, Cheng Lui und Carter Wong denn noch redlich erfighten.

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