Alle Kurzkommentare


3

Kein Zweifel, der Film hätte auf die große Leinwand gehört und nicht ins TV, bei dem Regisseur! Und dann mehr Mut zur Exploitation und zum wüsten Trash! Im Fernsehen ist erwartungsgemäß fast alles zu harmlos, zu clean und zu sehr auf Drama gepolt. Die gute Cast wertet diesen melodramatischen wie vorhersehbaren Rührkäse auch noch unnötig auf. Der Film ist mehr ein Vorstadtdrama anstatt einem Selbstjustiz-Reißer. Genau andersherum hätte man es sich jedoch gewünscht! Die kurzen Passagen, in denen der Irre mit seinem Killerauto zuschlägt, kann man an einer Hand abzählen und hat noch Finger frei. Schlimmer noch, wird der Psycho zur absoluten Nebensächlichkeit degradiert. Und auch der Rachefeldzug ist viel zu lasch – als ob der Held einen Verkehrssünder jagt. Garantiert nicht das Beste, was Ferrara in seiner düstern Phase in den Achtzigern abgeliefert hat. 

6

Ken Wahl als Rick Benton räumt im L.A. der Zukunft (?) mit Verkehrsrowdys auf, um den Tod seines Bruders zu rächen. Kling nicht unbedingt wie ein Highlight des Films und ist mit Sicherheit keiner des besten Filme Ferraras, ist aber dennoch besser als die meisten Hollywood-Vertreter des "Harter-Kerl-rächt-sich-an-allen"-Themas. Ken Wahl bringt seinen Charakter glaubwürdig rüber, man kann ihm nachempfinden und würde wohl gerne manchmal genauso handeln. Auf jeden Fall (nicht nur für Ferrara-Fans) sehenswert. Da es eine TV-Produktion war, ist der Film leider nicht leicht zu finden. 6/10 Punkten

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