Würg, Kotz, was für ein Eckel, sich ein derart verlogenes und realitätsfernes Sozialdrama anzusehen. Das Thema der weißen Lehrerin, die eine Beziehung zu benachteiligten Großstadt Kids aufbaut und ihnen den Lehrstoff schmackhaft macht, war schon in "Dangerous Minds" ein totaler Griff ins Klo. Freedom Writers läuft auf dem selben ausgetrampelten Pfad und setzt keinerlei neue Akzente. Die Gangproblematik wird auch sehr oberflächlich und teilweise schlichtweg falsch behandelt. In dem Film kommt es so rüber, als würden sich die diversen Kids schlichtweg auf Grund ihrer Hautfarbe hassen und gegenseitig umbringen. Das mag ja in Ansätzen richtig sein, aber wirkt stark überzogen. Dass Drogengeschäfte, Gangzugehörigkeiten und Überfälle wohl die meist verbreitetste Ursache für die hohe Mordrate in LA sind, wird hier vornehm unter den Tisch fallen gelassen. Gut, ein wenig realistischer als in dem furchtbaren "Dangerous Minds" kommt das alles schon rüber und diverse Szenen sind wirklich schön gemacht, aber alles in allem ist der Streifen trotzdem völlig daneben. Spannung kommt keine auf und Hillary Swank sieht nicht nur Scheiße aus, sie kommt als Mutter Theresa auch noch extrem unrealistisch rüber. Und warum hat man eigentlich nicht ihre kompletten Familienprobleme weggekürzt, die sind doch mal wirklich sowas von einschläfernd, gerade im Vergleich zu den Sorgen ihrer Schützlinge. Insgesamt einfach ein langweiliger, schwacher Film, der Authentizität vorgaukelt, aber sehr realitätsfern rüberkommt. Da sehe ich mir leiber zum 10 ten mal 187 an, als diese kitschige Klischeebombe.