Inhalt:
Das chinesische Canton in der Endphase der manchurischen Qing-Dynastie.
Der Terror gegen das chinesische Volk hält mit unverminderter Härte an..., mit polizeistaatlichen Methoden und einem lückenlosen Bespitzelungssystem versuchen sich die Manchus an der Macht zu halten und herrschen mit eiserner Faust.
Einer ihrer Warlords ist der grausame Ang Kang (Thompson Kao Kang), seine "rechte Hand" ist General "Eagle" (Ang Saan).
Eine Rebellen-Gruppe besteht in der KungFu-Schule des Meisters Wong Yee (Tony Liu). Er, eine seiner Schülerinnen (Nancy Sit) und einige Kämpfer wollen in das britische Hongkong entweichen. Doch auch hier ist ihnen Ang Kang auf der Spur.
Doch die Rebellen erhalten Beistand durch einen jungen Mann, der ein hervorragender KungFu-Fighter ist: Jing Fong (Jason Pai Piao).
Schließlich kommt es zum Kampf zwischen Ang Kang auf der einen Seite, sowie Jing Fong und Wong Yee auf der anderen.
Doch Ang Kang kann fliehen.
Er engagiert einen gefährlichen Samurai-Kämpfer (Feng Yi) für eine letzte Auseinandersetzung.
Ein blutiger Show-Down, ein Kampf auf Leben oder Tod ist unvermeidlich.......
Fazit:
"Stranger from Canton" ist ein reinrassiger, knallharter KungFu-Actioner, mit einfacher, strikt umgesetzter Story, gediegen-schnörkelloser Eastern-Atmosphäre in zweckmäßiger Kulisse und harten, kernigen Fights.
Eine simple Handlung wird stringent und spannend abgehandelt, handwerklich sauber und ziemlich geradlinig.
Aber auf die Handlung kam es hier natürlich nicht groß an..., es ist ein reiner, eisenharter KungFu-Film..., der ganz auf die Action-Karte setzt.
Jason Pai Piao ist hier der Held..., er ist zunächst cool und fast arrogant. Dann wird seine Figur immer verbissener und ernster..., als er immer tiefer in den Strudel der Gewalt gerät. Aber auf das Schauspielerische kam es ebenso wenig an, wie auf eine breitgefächerte Story. Jason Pai Piao soll fighten, und zieht hier alle Register.
Tony Liu ist der Kampfschulen-Boss, der mit der Leitung einer Gruppe Revoltierender fast überfordert scheint. Doch er erkennt eh, das nur rohe Gewalt den Manchus entgegenzusetzen ist.
Thompson Kao Kang ist der oberste Villain mit manchurischem Zopf und rasierter hoher Stirn..., seine Mimik ist auf Grausamkeit und Verschlagenheit ausgerichtet, kompromisslos und brutal soll seine Figur wirken, und er spielt das optimal.
Feng Yi, ein Teil der Legende Bruce Lee´s, ist hier rein auf´s Kämpfen ausgerichtet..., schlägt mit dem Samurai-Schwert auf alles ein, was ein Rebell ist, und das verbissen und mit stets vor Mordlust gequältem Gesichtsausdruck.
Nancy Sit hat die weibliche Rolle hier..., doch geht sie in diesem von männlicher Gewalt geprägten Drama erwartungsgemäß unter.
"Stranger from Canton" ist ein KungFu-Actioner, hier liegt zweifelsohne das Hauptaugenmerk der Macher dieses Films. Es sind reelle Fights, aber klassische Techniken ohne große Akrobatik und Schnickschnack, obgleich leider ein paar Fliegereien mal wieder unvermeidlich sind.
Im Fahrwasser der harten Realistik der Filme Bruce Lee´s, ist "Strangers from Canton" von knallharten Kämpfen geprägt, ein echter KungFu-Hit, ein reinrassiger Actioner.
Die Kämpfe werden sukzessive mit der Laufzeit des Streifens härter, intensiver und lang andauernder. Ein längerer Fight 1vs2 scheint denn fast der Endkampf zu sein, ein Kampf an einem fast mondänen Strand..., doch wird dann noch posthum Feng Yi eingebaut.., und ein endgültiger Show-Down wird denn noch abschließend angesetzt.
"Stranger from Canton" ist ein echtes KungFu-Movie..., ein Eastern für die Fans des Genres. Natürlich fehlt "Strangers from Canton" die große Geschichte, die mimische Virtuosität und die epische Breite. Doch es ist ein hammerharter KungFu-Actioner, was für Eastern-Anhänger..., und Eastern sind was für Liebhaber, nicht für Mainstreamer.
8/10.