kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 05.07.2007
Die Maxime "Fasse dich kurz und verständlich" findet im deskriptiven Filmtitel "Snakes on a Plane" ihre perfekte Entsprechung. You Get What You Read: "Snakes on a Plane" handelt tatsächlich von Schlangen, die in einem Flugzeug sind...
Dafür, dass ein Sam Jackson nur deswegen an dem aus Internetforen und -Blogs entwachsenen B-Movie teilnimmt (und vielleicht für den Paycheck, aber Geld verdienen wir doch alle gerne), liebt man ihn und letztendlich ist er der Grund, dass dieses B-Movie ein ganz besonderes ist, denn selten hat man einen Star, der sowas eigentlich längst nicht mehr nötig hat, mit so viel Spaß an der Sache in so einem bescheuerten Plot herumwackeln sehen.
Man erwartet also, genau das zu bekommen, was man erwartet und bekommt letztlich genau das, was man erwartet. Das ist je nach Erwartungshaltung sehr wenig oder exakt ausreichend. Gewissermaßen verbirgt sich darin auch eines der größeren Probleme von David Ellis' Film, denn Überraschungen weiß er keine zu bieten und so muss er sich mit einer vorhersehbaren Kausalkette von ziemlich heftigen Action-Attacken und ruhigen Rekoordinationsszenen der Fluggäste über Wasser halten.
Die Attacken der Kriechtiere imitieren dabei teilweise den Surprise-Effekt einer Springteufelbox mit ironischer Breitseite, bisweilen aber auch überraschender Humorlosigkeit. Phobiker dürften einige Probleme mit den blitzschnellen Angriffen auf empfindliche Körperteile der Gäste haben. Die (ebenfalls zu erwartende) Ironie verbreitet sich von wenigen Ausnahmen abgesehen (Stöckelschuh, Hund vs. Riesenschlange) eigentlich nur in den Dialogszenen.
Das macht alles ordentlich Laune und gewissermaßen einfach satt, ohne dass man sich dabei an einem edlen Buffet in die Bewusstlosigkeit fressen könnte. "Snakes On A Plane" eignet sich ergo zur Vervollständigung eines Filmabends, der mit einem Anheizer der Marke "Slither" begonnen wurde.
*weitere Informationen: siehe Profil