Cliff und Gloria landen in einem verschneiten Kaff in den Bergen. Als sie sich ein Zimmer mieten, wird ihnen zugleich die lokale Legende von drei kannibalischen Mädchen aufgetischt, die dort gelebt haben sollen. Der aufmerksame Zuschauer entdeckt natürlich vorher die eine der drei Schönheiten, wie sie mit Strapsen aus dem Gebüsch lugt, andere entdecken wohl eher das Mikro, was am oberen Bildrand hervorschaut. Bei den zugleich visualisierten Rückblicken zu den damaligen Geschehnissen wird zwar nicht viel deutlich, doch zumindest, dass es nicht allzu lange her sein kann, wie die Motelbesitzerin Mrs. Wainwright behauptet, als die Hippiemädchen ihre Liebhaber vernascht haben. Die beiden Trantüten im Urlaub hätten schon stutzig werden können, beim Rauchverbot, das „schlecht für die Zirkulation des Blutes ist“ oder der Ahnengalerie des gastgebenden Herren mit Zylinder, die sich wie ein Horrorroman anhört. In gediegener, bedenklich abgelegener Atmosphäre verdichten sich immer mehr die Bilder der zivilisierten Kannibalen, von denen die beiden umgeben sind, während Clifford und Gloria alle Anzeichen ignorieren. Mit einer komischen Note lässt Regisseur Ivan Reitmann die beiden blind und naiv in ihr Verderben stolpern, Farnhamville ist anscheinend besiedelt von kauzigen Rednecks und Spinnern plus drei Hippiemädchen sowie einem Dorfquasimodo. Bei all der trashigen B-Aufmachung, dem lausigen Skript und den teils ulkig selbstironischen Dialogen erstaunt andererseits manch rabiate Attacke und Gewaltszene, wobei hier im Gegensatz zum italienischen Mondokannibalismus die Beute lecker als Braten auf dem Tisch landet. Die Mischung aus Horror- und Comedyelementen ist für Trashfans allemal einen Blick wert, ansonsten ist es beim Betrachten dieses kleinen, schmutzigen Filmchens fast unglaublich, wie Ivan „Ghostbusters“ Reitmann einmal anfing.
Fazit: Obskurer B-Movie, für Fans von 70er Trash durchaus geeignet. 5/10 Punkten