Zum 20. Mal tourt das Fantasy Filmfest quer durch Deutschland und hat uns wieder ein sehr dickes und abwechslungsreiches Filmpaket geschnürt. Eröffnet wurde das ganze nun mit "Severance".
Beginnen wir mit der Story an sich: Die Belegschaft eines Waffenherstellers macht einen Ausflug in die ungarischen Wälder. Nachdem der angeheuerte Busfahrer sich weigert, weiter in das Dickicht zu fahren, kapituliert er und lässt die restlichen Protagonisten in voller Anzugsmontur stehen.
Was nun beginnt, sollte sich jeder selbst anschauen.
An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass sich der Film alles andere als ernst nimmt, allein der Anblick des Teams in den feinen Anzügen mitten in den matschigen Wäldern lässt uns schmunzeln.
Christopher Smith gelingt es die Spannungskurve aufrecht zu erhalten, einige Schockmomente einzubauen und gleichzeitig diverse gute Gags einzubinden.
Die Schauspieler, alle weitestgehend unbekannt, spielen ihre Rollen gut und überzeugend. Positiv hervorzuheben ist ebenfalls, dass der Film zwar nach normalem Teenie-Horror klingt, in Wirklichkeit aber diverse Überraschungen und unerwartete Wendungen beinhaltet. Das weckt viel Freude bei eingefleischten Horrorfans, was auch der Kinosaal mit viel Beifall zu würdigen wusste.
Goretechnisch gesehen wird das Machwerk zwar als Splatter bezeichnet, so weit würde ich jedoch nicht gehen. Der Gewaltfaktor ist hoch, aber Blut und Gliedmaßen bekommt man nur vereinzelt zu sehen. Das stört allerdings nicht wirklich, da der makabre Humor das wieder wett macht.
Fazit: Eine sehr gelungene Horrorkomödie mit ungewöhnlichen Charakteren und makabren Slapstickeinlagen. Sicherlich einer der guten Filme des Fests und daher eine Empfehlung von mir!