Review

Von ihrem Chef wurden sechs Mitarbeiter der Palisade Defense
Waffenfirma in eine Jagdhütte geschickt, um dort ihre Teamfähigkeit zu
verbessern. Bereits die Anreise verläuft allerdings schon weniger
erfreulich, müssen die Kollegen doch schnell feststellen, dass diese
Jagdhütte mehr einem heruntergekommenen „Drecksloch“ ähnelt, als einem
gemütlichen Ferienhäuschen. Hinzu kommt, dass diese Hütte im tiefsten
Wald, irgendwo in der ungarischen Pampa steht – fernab jeglicher
Zivilisation. Als wäre dies nicht schon Horror genug, entdeckt Jill
schon am ersten Abend einen vermummten Mann, der um ihre Hütte
schleicht und überhaupt nicht so aussieht, als ob er nur Harmloses im
Schilde führte…


Welcome to the great British Horrorshow!“ So oder so ähnlich könnte ein möglicher Slogan zu „Severance“ lauten!
Während des kompletten Films ruft man sich immer wieder ins Gedächtnis,
dass das eben gesehene einfach nicht witzig ist – Vergeblich! Es ist
verzwickt, schämt man sich doch schon beinahe dafür, über solche
Grausamkeiten lachen zu können.
Gleichzeitig unterhält "Severance" charmant und bissig mit bewährten
Mitteln wie der großzügigen Einnahme von Drogen oder durch die Gegend
huschenden Schatten, die sich als Söldner entpuppen, die möglicherweise
auch gerne in dem Haus wohnen, das gerade an Touristen vermietet wurde.
Ihr Motiv ist nicht wirklich konkretisiert, dafür ist ihre Präsenz umso
eindringlicher.
Da gibt es eine Szene, in der ein abgehacktes Bein nicht in einen
Kühlschrank passt, und der arme Helfer dem abgehackten Bein den Schuh
ausziehen muss. Bei der Szene wird einem total schlecht, aber
gleichzeitig bekommt man Lachkrämpfe. Böse, böse, böse. Und dann gibt
es die Szene mit dem Raketenwerfer, so etwas
beklopptes und witziges habe ich lange nicht mehr gesehen. Genial!


Wer über eine anständige Portion Humor und eine Vorliebe für Horrofilme verfügt, der darf sich Severance auf keinen Fall entgehen lassen.

Volle Punktzahl.

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