Christopher Smith konnte mich mit seinem Erstlingswerk "Creep" ja nicht so recht überzeugen. Umso erstaunlicher ist es, dass er mit "Severance" gleich einen so großen Qualitätssprung gemacht hat!
Kurz zur Story: Die Mitarbeiter eines Rüstungskonzerns möchten an einem Wochenende ihren Gruppenzusammenhalt stärken und fahren mit dem Bus Richtung Osteuropa. Ein umgefallener Baum macht ihnen aber einen Strich durch die Rechnung. So muss die Gruppe zu Fuß durch einen Wald stapfen, um ihre Hütte zu finden. Dummerweise scheinen sie nicht die einzigen zu sein und bald schon wird die Gruppe durch ein paar Psychopathen dezimiert.
Was sich jetzt wie ein 08/15-Slasher anhört, entpuppt sich als flotte Horrorkomödie, welche sehr kurzweilig ist, und zu keiner Sekunde langweilt. Die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet, jeder hat seine kleinen Macken und somit sorgen die Büroheinis auch für die vielen Lacher im Film. Da haben wir einen Kiffer, einen überforderten Gruppenleiter, den Schleimer, den Übervorsichtigen etc.
Was in der ersten halben Stunde noch harmlos beginnt, entpuppt sich schon bald als ziemlich harter Slasher. Da wird schon mal ein Kopf abgesäbelt, Innereien aus dem Körper gebohrt und eine Schrotkugel durch den Kopf geschossen. Doch der Humor kommt auch hier nicht zu kurz (z. B. der Running Gag mit der brüchigen Holzdiele).
Fazit: Ein sehr starker und erfrischender Beitrag zum zur Zeit arg stagnierenden Horroreinheitsbrei. Reingehen!!
8,5 von 10 Punkten