Englischer Humor ist ja bekanntlich nicht jedermanns Sache.
Filme wie "The Life of Brian", "Quest for the holy Grail", "Snatch", "Lock, Stock and two smoking barrels" und vor allem "Shaun of the Dead" haben mir immer wieder gezeigt : "Meine Sache isses !"
Also losgezogen, Severance besorgt und entspannt angesehen. Ahja fängt schon gut an: Ein Betriebsausflug (hmm, viele potentielle Opfer), ein nettes Mädel (wird sicher früher oder später nackt durchs Bild hupfen), ein komischer Typ auf Pilzen (Mr. Dyer aus "Human Traffic"), die Zutaten sind bereit, jetzt kommts auf deren Zubereitung an.
Leider muss man da sagen, dass nicht alles so gut zusammenpasst, wie die herrlich komische und absurde erste halbe Stunde einen Glauben machen will. Zu sehr versucht "Severance" sich an die Regeln des Slasher-movies zu halten. Zu sehr will er neben dem Humor auch die Spannung aufbauen - gelingen tut ihm das nicht. Ganz im Gegenteil zu "Shaun of the Dead", bei dem beides ganz wunderbar funktionierte. Zwar werden auch hier alle möglichen Filmzitate eingebracht - allen voran, weil am deutlichsten zu sehen, "Hostel" und "Saw", trotzdem will das alles nicht so richtig zum lachen bewegen. Vielleicht liegt es an manchen der Witzen, die teilweise einen ganz schönen Bart mit sich rumschleppen (Warteschleife beim Notruf ! Wie oft ich den Gag nun schon gesehen habe ...). Vielleicht aber auch am - im Vergleich zu den Vorbildern - viel zu zahmen Gewaltanteil. Auch hier hat "Shaun" definitiv die Nase vorn.
Übrig bleibt ein netter Film für den Lacher zwischendurch, einigen lustigen Einfällen und einer eigenartigen Story. Wer´s mag schaut rein !