Review

Sind Betriebsausflüge nicht etwas schönes?
Man verbringt seine Zeit mit den herzallerliebsten Kollegen und lernt sich mal von einer ganz anderen, nämlich fast schon privaten Seite kennen.
Ja, hier können Sympathien aufgebaut und vielleicht sogar unzertrennliche Freundschaften fürs Leben geschlossen werden...
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht hat die Freizeitgaudi unter Kollegen sogar auch noch Sinn, denn das Teamwork kann mit dem entsprechenden Betriebsausflugmotto durchaus gestärkt werden und somit auch fruchtbar für die Produktivität der Firma sein.

„Severance - Ein blutiger Betriebsausflug“

präsentiert uns eine muntere Truppe aus dem mittleren Management eines Waffenkonzerns namens „Palisade“, der die kollegialen Hindernisse und geistigen Barrikaden bezüglich des Teamworks, mittels eines kleinen Betriebsausflugs in die russischen Wälder, beheben will.
Die Gruppe ist ein buntdurchgemischter Haufen, angefangen vom sympathischen Druggie über den arschkriechenden Klischeeschleimer und der unsympathischen Pseudoemanze, bis hin zur attraktiven Blondine mit Grips und Charme.
Schnell entpuppt sich jedoch, dass irgendwas in der Gegend nicht ganz koscher ist und die ersten Betriebsausflügler ihr Leben lassen müssen...

Nun gut, einige werden sich denken das mal wieder das klassische „10 kleine Horrorstatisten Prinzip“ aufgeboten wird und dass man sich höchstens an den hoffentlich gut getricksten FX erfreuen kann. Partiell trifft das auch zu, denn gemurkst wird nach dem benannten Schema und zudem können manche FX in Sachen Splatter überzeugen. Wesentlich ist jedoch bei „Severance“ der bissige Humor und die geniale Atmo, welche den meisten Filmen dieses Genres definitiv fehlen. Außerdem können alle Darsteller durchweg überzeugen. Speziell Andy Nyman in der Rolle des Popokriechers ist immer wieder einen Lacher wert! Aber auch Danny Dyer als haschischrauchender, psylosfressender und Ecstasy einwerfender Verpeiler macht seine Sache in Hinsicht auf Lacher grandios.
Doch der Humor beeinträchtigt keineswegs die Spannung in „Severance“. Christopher Smith versteht es den Zuschauer zum Lachen und ganz plötzlich zum mitfiebern für die Protagonisten, zu bringen.
Scoretechnisch bietet „Severance“ dem Hörer eine waghalsige aber durchaus stimmige Melange von Oldies (bspw. „Itchycoo Park“ von den Small Faces) und klassisch düsteren Horrorjingels.
In Sachen Splatter ist „Severance“ souverän, jedoch wird hier nicht übertrieben, sondern taktisch gut platziert Blut gezeigt. Highlight ist wohl die Bärenfallenaktion mit anschließender Kühlschranknotwendigkeit.


Fazit:

„Severance“ ist ein überzeugender Spaßsplatter aus dem Land der Queen mit gut platzierten Jokes und rar gesäten aber dafür ansehnlichen Splattereinlagen. Eine gute Antwort auf den dumpfen und immer gleichbleibenden Teenieslasher!

9 Punkte für kurzweilige, spannende und lustige Unterhaltung!

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