Review

Ein Rudel Schreibtischhengste machen, um das Team intern zu festigen, einen Ausflug in die Ungarischen Wälder, wo sich bald die Ereignisse zu überschlagen beginnen und einer nach dem anderen kaputt geht…

Hört sich bekannt an… und ist es auch. SEVERANCE ist ein Slasher, wie er im Buche steht, aber einer mit einem besonderen Feature. SEVERANCE setzt nämlich hauptsächlich auf Humor. Nein-nein, der Thrill bleibt dabei nicht auf der Strecke und auch wird nicht in plumpen Blödian-Slapstick-Gewässern geplanscht, Gott bewahre.
Der eine Dauerverspulte frisst Magic Mushrooms, die Lachnummer von Boss träumt davon, mit einer Angestellten intim zu werden, und als einer der Knallfrösche beim Gotcha-Zocken in eine Bärenfalle tritt und ein Bein verliert, wird dieses just in die Minibar im Reisebus gestopft - …hat üppig ausgeprägten Schmunzel-Charakter, kein Thema.

Dem Werbeslogan, welcher verspricht, hier einen zweiten „Shaun“ vorzufinden, wird dieser nette Hinterwäldler-Slasher vom „Creep“-Regisseur (mit Franka Potente) allerdings nicht ganz gerecht…
…das heißt: Eigentlich handelt sich’s ja gar nicht wirklich um Hinterwäldler, die unseren Sesselpupern zu Leibe rücken. Wer hinter den Bluttaten steckt, wird zwar von mir nicht verraten, lasst euch aber gesagt sein: So wirklich Sinn macht die Auflösung nicht und da hat man auch schon coolere Killer mit griffigeren Motiven gesehen.

Unterm Strich handelt sich’s bei SEVERANCE aber glasklar um eine ganz nette Slasher-Komödie, die allerdings an dem gleichen Geschwür wie so ziemlich alle neueren Killerfilme krankt:
- kaum neue Ideen
- kaum Überraschungen und
- Storyverlauf nach Schema F
Die Kills können darüber hinaus auch nicht wirklich vom Hocker hauen. Zwar rollen schon diverse Köpfe und es gibt auch ein Rambo-Messer ins Rectum, aber irgendwie hat man das alles schon mal in besserer Form gesehen. Und nebenbei bemerkt hat sich der Streifen Gewalt auch nicht wirklich zum Hauptthema gemacht.

Fazit:
So etwas wie „Wilderness“ meets „Shaun of the Dead“ – Solider Slasher mit ordentlich Situationskomik oben drauf.
Weiß zu überzeugen, ist aber weder die Erfindung der Glühbirne, noch in Reichweite von Horrorkomödien wie „Shaun“ oder „Dead & Breakfast“.

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