Review

Christopher Smith führt uns in seinem 2. Streifen nach Ungarn. Der
Rüstungskonzern „Palisade Defence“ hat mehrere Mitarbeiter zwecks
Motivationstraining und Teambildung auf die Reise dorthin geschickt.
Der bunt zusammengewürfelte Haufen landet in der falschen Unterkunft
und es kommt, wie es immer kommt. Der Gruppenschwund steigt mit
fortschreitender Laufzeit des Films.



Nach „Hostel“ wird uns jetzt das nächste osteuropäische Land als
lohnendes Urlaubsziel schmackhaft gemacht. In guter alter englischer
Tradition spart „Severance“ dabei nicht mit dem berühmten Humor der
Insel. In die Fußstapfen von „Shaun of the Dead“ tritt der Film aber
nicht. Der storytechnisch typische Backwood-Film ist weniger eine
Komödie denn ein Slasher mit ein paar lustigen Einlagen. Dabei bleiben
alle Charaktere durch ihre verschrobene Art sympathisch und somit hebt
sich „Severance“ wohltuend aus dem sonst so klischeebehafteten Gemetzel
heraus. Im Gegensatz zu vielen US-Filmen legt Smith Wert auf ironische
Seitenhiebe und nimmt die Thematik nicht ganz so ernst. Dieser Umgang
und die durchweg gute schauspielerische Leistung machen „Severance“ zu
einem unterhaltsamen Partyfilm.



Der Regisseur verliert die Thematik jedoch nicht aus den Augen. Nach
dem genreüblichen 10-kleine-Negerlein-Prinzip wird die Gruppe von einer
Horde Söldner dezimiert. Knüppelharte Slasherszenen wechseln sich dabei
mit witzigen Einlagen a la „Teamgeist-durch-Gotcha“ ab.



Insgesamt bleibt ein erfrischender Eindruck. Man hatte doch nach dem
mäßigen Erstling „Creep“ mit Franka Potente die Erwartungen an
„Severance“ nach unten geschraubt.

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