Die Mitarbeiter einer englischen Rüstungsfirma suchen - zwecks Stärkung des Teamgeistes - ein abgelegenes Landhaus irgendwo in Osteuropa auf. Der eigentliche Plan, dort dumme Spiele zu spielen, Gespräche über Gruppendynamik zu führen und sich beim Paintball ein wenig durch den Wald zu scheuchen, wird allerdings durch die Tatsache zunichte gemacht, dass einer nach dem anderen wegstirbt.
Gähn, gähn, alles schon gesehen, ich weiß. Sicherlich, wir haben es schon gesehen. Und das hunderte von Malen. Doch es kommt ohnehin schon lange nicht mehr darauf an, wer komplett neue Ideen für Filme hat, sondern wer es schafft, den bestehenden Ideen Frische und neues Leben einzuhauchen, und hier hat "Severance" eindeutig die Nase vorn.
Ein großer Teil seines Charmes wird gewonnen, weil die Figuren weitab jeglicher Klischees agieren. Die Leute sind weder besonders hübsch, noch irgendwie besonders cool. Jeder ist seine eigene Person und die kleinen Anklänge der Reibereien in dem Team sind absolut köstlich zu sehen.
Der Humor ist eher unterschwellig und leise und ergibt sich meist aus Dingen, die wie wann warum gesagt werden (oder auch nicht gesagt werden).
Nebenbei gibt es auch hier und da ein paar nette und dreckige Gore-Effekte zu bestaunen.
Sicherlich erfindet Severance das Genre nicht neu, aber es bläst eine Menge frischen, englischen Küstenwind hindurch und wirbelt dabei auch einiges an Staub auf.
Alles in allem sehr gute Unterhaltung für Freunde des unterschwelligen englischen Humors und auch eingefleischte Gorehounds sollten mal einen Blick riskieren.