Was als lustiger Betriebsausflug ins osteuropäische Hinterland beginnt, endet in einem blutig brutalen Gemetzel.
So könnte man den vorliegenden Horrorstreifen in einem Satz beschreiben.
Der Regiesseur Christopher Smith (Creep) liefert mit Severance eine klasse Splattercomedy im Stile der Backwood-Horrormovies ab. Dieser Film ist meiner Meinung nach eine Steigerung zum Vorgängerfilm Creep, der Smith`s Spielfilmdebut war. Obwohl der schon ein ziemlich gelungener Beitrag im Horrorgenre ist.
Wenn man Severance mit den anderen Backwood Filmen vergleicht, die es zurzeit auf dem Markt gibt, kann dieser auf jeden Fall aus der breiten Masse hervorstechen. Obwohl es eigentlich nur zwei wesentliche Unterschiede zu den anderen Movies gibt, die da wären: Erstens sind die Hauptfiguren keine Teenies, sondern durchgeknallte Bürohengste, und zweitens hat der Streifen einen ziemlich hohen Humoranteil.
Letzterer nimmt eigentlich die komplette erste Hälfte der Laufzeit ein. Was aber nicht weiter stört, da die Witze fast alle zünden können und auf hohem Niveau gehalten werden. Was wiederum bei typisch britischem Humor keine Seltenheit ist.
Exakt ab der zweiten Hälfte der Laufzeit, beginnt dann der Horrorsplatterteil. Und der ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Da wird so gut wie alles geboten was das Spalttergenre zu bieten hat. Es werden zum Beispiel geschickt Folterelemente eingebaut, wie man sie aus Terrorfilmen ala Hostel kennt. Auf jeden Fall fließt das Blut in Strömen, genauso wie es eben sein muss.
Severance hat ein paar heftige Szenen zu bieten, die einem schon etwas unter Haut die gehen. Zum Beispiel in der Szene in der Steve (Danny Dyer) dem Soldaten ein Messer ins werte Hinterteil rammt.
Schön anzusehen ist ebenfalls, dass sich die Opfer, in diesem Fall die Bürohengste, auch mal wehren und nicht immer nur wegrennen. Allen voran die blonde Maggie (Laura Harris).
Einziges Manko das man dem Film aussprechen muss, ist, dass er durch die witzigen Einlagen, die Spannung nicht durchgehend aufrechterhalten kann. Aber bitte nicht nicht falsch verstehen, es sind durchaus spannende Momente vorhanden, nur werden sie eben durch den makaberen Humor immer wieder unterbrochen. Das hat aber eine Horrorkomödie so an sich. Von daher kein wirklich großer Minuspunkt.
Darstellerisch bewegt sich der Streifen auf hohem Niveau.
Vor allem ein immer gern gesehener und gut aufgelegter Danny Dyer (Human Traffic, Mean Machine) kann bei mir Punkten. Die Rolle des Drogennehmenden und etwas verrückten Steve passt einfach perfekt zu ihm. Ebenfalls herausstechend sind Laura Harris (Suicide Kings, Faculty) und Tim McInnerny (101- und 102 Dalmatiner), die beide eine sehr schöne Performance abgeben.
Severance - Ein blutiger Betriebsausflug, ist einer der besseren Horrorkomödien zurzeit. Es ist alles vorhanden was man erwarten kann, Coole Sprüche, witzige und gute Ideen, spannende Momente und vor allem viel Blut.
Für einen unterhaltsamen DVD-Abend uneingeschränkt zu empfehlen, deswegen gute 8 von 10 Punkten.