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Der Film geht direkt zu Anfang in die vollen. Wir werden zeuge einiger durch den Wald rennender Leute, von denen auch prompt einer blutig ins Gras beißt. Cut. Jetzt werden uns einige Charaktere vorgestellt, die einen Busausflug unternehmen. Schnell wird klar, es handelt sich um einen Betriebsausflug einer Waffenfirma. Doch jäh wird die fröhliche Fahrt unterbrochen, da ein Baum auf der Straße liegt. Esa gibt zwar eine weitere Straße, die auf die Ursprungsstraße zurück führt, doch der Busfahrer weigert sich diese zu nehmen, warum bleibt unklar, da er nur ungarisch spricht und die Fahrgäste nur englisch. Er schmeißt also die gesamte Belegschaft raus und fährt wieder zurück. Diese macht sich nun auf den Weg zu der Hütte, wo der betriebsausflug statt finden soll, und werden schnell fündig. Doch bald wird ihnen klar, dass es sich nicht um die erhoffte Urlaubshütte handelt, sondern um eine Bruchbude. Schnell machen Gerüchte die Runde, es handele sich um ein Sanatorium, ein Armeelager oder einen Edelpuff (!). Keiner ahnt, wieviel Wahrheit in den Storys steckt.
Damit auch erst einmal Genug zur Story, den diese hält noch die ein oder andere Überraschung parat. Der Film von Christopher Smith, der sich mit "Creep" bereits einen Namen machen konnte lässt sich wohl am ehesten als Backwoodhorrorkomödie bezeichnen. Gewalt und Horror kommen hier auch nicht zu kurz, aber auch eine gehörige Portion schwarzer Humor zeichnet den Film aus. Wenn sich die Protagonisten beispielsweise über ein Sanatorium unterhalten, was vor dem ersten Weltkireg erbaut wurde, dann läuft der Film wie in besten Stummfilmzeiten mit Texttafeln und Klaviermusik ab und auch der Hauptdarsteller in der erzählten Geschichte erinnert mit seinen langen Fingernägeln verdächtig an Max Schreck aus "Nosferatu". Doch damit nicht genug, werden sämtliche Klischees bedient, die so ein Film aufweisen kann: es gibt den dauerbreiten Typen (herrlich: Danny Dyer), die attraktive Mitarbeiterin (Laura Harris), das Mauerblümchen, den Pendanten, den Chef, der eigentlich kein Durchsetzungsvermögen hat, den coolen Typen usw. Auch die Story selbst ist typischer Backwoodeinheitsbrei, hebt sich aber durch die humorvollen Einfälle von anderen Vertretern des Genres ab. Die schauspieler machen ihre Sache auch allesamt gut und passen in ihre Rollen (hier soll nochmal Danny Dyer hervorgehoben werden, der einfach zum schießen ist).
Auch die Kamerarbeit ist gelungen und der Soundtrack untermahlt das Ganze passend.
Wer auf der Suche nach einer guten Horrorkomödie ist, sollte sich den Film nicht entgehen lassen

8/10 Punkte

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