"Ein blutiger Betriebsauflug"... selten passte ein Untertitel so gut wie in dieser bitterbösen Horror-Komödie von Christopher Smith. Sieben Angestellte eines Waffen-Konzerns machen einen Betriebsausflug nach Ungarn, um das Teamwork zu stärken und vor allem Paintball zu spielen. Und ja, blutig wird es allemal.
Smith führt hierbei intelligent Regie. Überlegte Schnitte verknüpfen die Geschehnisse miteinander und erhöhen so die Spannung. So wird ein schleifendes Messergeräusch in der aktuellen Szene bereits hörbar, bezieht sich aber erst auf die kommende. Auch einige Kameraeinstellungen lassen grundsätzlich Unsichtbares erahnen oder zwingen dem Zuschauer gar ein Gedankenspiel über eine andere, verdeckte Perspektive auf. Das macht Laune und erhöht den Blutdruck!
Ebenso wird der britische und größtenteils pechschwarze Humor, der sich bis zum Ende hin durch den Film zieht, mit zunehmender Filmdauer forciert. Vor allem wird mit der Situationskomik gekonnt gespielt, wenn sich die Protagonisten in Lebensgefahr befinden. Was rational gesehen eigentlich ein Paradoxon darstellt, ist für diese gelungene Horror-Komödie das Salz in der Suppe. So muss man in der einen Sekunde das Gesicht verziehen, weil jemand äußerst brutal abgeschlachtet wird, und in der anderen schon wieder schmunzeln, weil irgendwas furchtbar Dämliches passiert. Manchmal passiert sogar beides zeitgleich und das ist dann wirklich die allererste Klasse unter den Horror-Komödien.
Ich habe mich wirklich köstlich amüsiert... und schauderhaft geekelt. Eine Mischung, die mir "Severance" richtig sympathisch macht. Diesen Film muss man jedenfalls gesehen haben, wenn man auf das Genre steht. Vor allem bei einer abendlichen Männerrunde mit ein paar Bierchen dürfte dieser Film ein richtiger Spaß werden, sofern man dem schwarzen Humor nicht abgeneigt ist.