Nach „Terror in der Oper“ der zweite Opernfilm vom italienischen Meisterregisseur Dario Argento. Doch leider kann man diesen Film nicht mit Opera (O-Titel) vergleichen.
In den unterirdischen Katakomben der Pariser Opera lebt das Phantom (Julian Sands), aufgezogen von Ratten, da seine Eltern ihn nach der Geburt einfach ausgesetzt haben.
Jeder, der dem Phantom zu Nahe kommt oder es stört wird von ihm brutal ermordet.
Als das Phantom der jungen Sängerin Christine (Asia Argento) beim Proben zusieht, verliebt es sich in Christine. Durch eine mentale Bindung der beiden können sie sich teilweise verständigen und auch Christine verliebt sich in das Phantom. Das Phantom will dafür sorgen, das Christine den Platz der Starsängerin Carlotta einnimmt, und sei es mit gewallt.
Doch das Phantom hat auch einen Gegner, der Baron Raoul, der ebenfalls in Christine verliebt ist.
Wenn man das so liest, Regie Dario Argento, Musik Ennio Morricone, dazu die hübsche Asia Argento in einer Hauptrolle. Von Julian Sands rede ich nicht, den Typ mag ich überhaupt nicht.
Wer einst Originale kenn, die auf den Roman von Gaston Leroux basieren, z.B. das hervorragende mit Claude Rains in der Hauptrolle, wird enttäuscht sein.
Erst mal hat das Phantom keine Maske (sorry, so was gehört für mich dazu), ferner wurde die Story inhaltlich abgeändert, so dass es mir keinen Spaß macht.
Julian Sands hat mentale Fähigkeiten, dazu ist er stärker als sonst jmd., nee so nicht. Dazu kapiert man die ganze Zeit nicht, warum Christine dieses Phantom so toll findet, wird auch nicht erklärt, verstehen tut man es nicht, sogar als Mann nicht. Da gefällt einem das Original besser, wo das Phantom nur im Hintergrund agiert und nicht direkt mit der Hauptdarstellerin konfrontiert wird.
Dafür darf das Phantom ziemlich blutig morden. Die Aktionen gehen zwar immer schnell von statten, jedoch sind sie erstaunlich blutig. So was macht den Film natürlich nicht inhaltlich besser, entschädigt aber ein wenig.
Auch das Ende mag nicht überzeugen, auf der einen Seite Klischee, dann wieder diese komische Liebelei für das Phantom.
Nur schlecht ist der Film nicht, die Goreszenen sind gut gemacht, man darf Asia Argento ein wenig nackt bewundern und Kulissen und Bauten überzeugen auf ganzer Linie. Nur die Story wackelt halt. Wenn man das Original nie gesehen hat, mag man zufrieden sein, nur mir gefallen die Änderungen überhaupt nicht.
Fazit: Es hätte so schön sein können, nur leider wurde es nicht so schön. Technisch ein guter Streifen mit Schwächen in der Handlung und einem schlechten Julian Sands, der zu stark im Vordergrund steht. Dann doch besser Opera gucken ,der zwar auch nicht viel mit dem Original zu tun hat, aber im Ganzen einfach klasse ist.