Alle Kurzkommentare


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Argento ist Opernfan, das wissen wir spätestens seit TERROR IN DER OPER. Da sollte er doch der geeignete Mann für diesen klassischen Bühnenhorror sein. Aber er legt den Fokus zu sehr auf das Absonderliche und nimmt sich so viele Freiheiten heraus, so dass seine Version nur noch als vollkommen missraten bezeichnet werden kann. Gesang und Gore beißen sich und obendrein sind die paar Gewaltspitzen, für die sich das Durchhalten nicht lohnt, total absurd. Das Phantom ist hier nicht einmal mehr verunstaltet und muss sich hinter einer Maske verbergen, offenbart dafür aber an mindestens 2 Stellen im Film telepathische Fähigkeiten wie in SCANNERS?! Kanalratten retten ein Baby und ziehen es groß, anstatt es anzufallen?! Der Höhepunkt ist erreicht, als die Zwerge mit ihrem selbstgebauten Fahrzeug/Rattenstaubsauger durch die Katakomben düsen. Grässlich auch die Lippensynchro bei Tochter Asias "Gesang".

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Die Musik von Ennio Morricone und die ausgezeichnete Arbeit des Kameramanns Ronnie Taylor und der Kostümdesignerin Ágnes Gyarmathy können leider auch nichts daran ändern, dass Dario Argento mit seinem Phantom der Oper nur ein mittelmäßiges Werk abgeliefert hat. Von seinen berühmten Kamerafahrten ist hier nichts zu sehen, und gegruselt hab ich mich genauso wenig. Wenigstens sind ein paar böse Splattereffekte enthalten. Die schauspielerische Leistung von Argentos Tochter Asia und von Julian Sands ( bekannt aus "Warlock" oder "Arachnophobia") ist nicht gerade überragend aber annehmbar. Der Rattenfänger der mit seinem selbstgebauten Rattenkillfahrzeug durch die Gegend fährt ging mir nur auf die Nerven und ist in meinen Augen nur ein misslungener Versuch Humor in die Geschichte zu bringen. Mehr als 6 Punkte kann ich diesem Film leider nicht geben. Von Dario Argento hätte ich wirklich mehr erwartet.

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Wow, dieser Film ist echt der reine Wahnsinn! Er fängt etwas unlogisch an, so, dass ich mir ein "ja klar" nicht verkneifen konnte. Aber wie er weiter geht... Er ist literarisch, baut Spannung auf und hat auch ein paar ordentliche Splatterszenen. Ein Film, den sich nicht nur Horrorfans anschauen können. Fazit: Ein Meisterwerk Rating: 10/10 (und das hab ich noch nie gegeben!)

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Sicherlich ist Dario Argento mit seinem Film "Das Phantom der Oper 1998" kein Meisterwerk gelungen, aber gute Horrorunterhaltung für Zwischendurch. Horrorfilmfans sowie ich, können mit diesem Machwerk sicherlich einiges anfangen. Gut der Film ist guter Durchschnitt nicht mehr und nicht weniger. Fazit : Als sehr großer Horrorfilmfan sollte man "Das Phantom der Oper 1998" schon einmal gesehen haben. Er ist zwar nicht wichtig aber kann gut unterhalten. ( 5.5/10 )

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Oh Mann, was ist bloß in den Maestro gefahren! Es hätte doch so schön werden können: Ronnie Taylor hinter der Kamera, Musik von Ennio Morricone, Julian Sands und Asia Argento in den Hauptrollen und alles auf Basis des klassischen Gruselstoffs von Gaston Leroux. Dennoch hat Argento das Ganze ordentlich in den Sand gesetzt. Sands ist absolut fehlbesetzt und nervt, Asia gibt ihr bestes und überzeugt dennoch nur in den Nacktszenen und die alte Geschichte vom "Phantom der Oper" wird zum blutigen Kasperletheater verwurstet. Es bleibt viel, viel Langeweile und eine handvoll harter Brutalitäten, die im Gedächtnis bleiben.

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Dario Argento versucht sich also auch noch mal an dem bekannten Stoff, und ich muss sagen, dass seine Version vom "Phantom der Oper" keineswegs so schlecht ist wie immer behauptet wird. Der Film wird in stimmungsvollen Bildern erzählt und ist ziehmlich opulent ausgestattet. Auch die Locations, die meist aus düsteren Kellergängen oder Katakomben bestehen, tragen ihren Teil zur düsteren und unheimlichen Stimmung des Films bei. Hinzu kommen noch ein paar wirklich drastische Splatterszenen, die vor Blut nur so triefen. Kritikfrei ist das Werk von Argento zwar nicht, mich hat besonders der Versuch gestört, den Film mit einem ziemlich eigenartigem Humor zu "würzen". Der Film erreicht auch nicht die Qualität früherer Meisterwerke Argentos, doch er bietet durchaus atmosphärischen Horror, dem zwar ein bisschen der Feinschliff fehlt, der aber deswegen keineswegs misslungen ist.

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