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Die Kinderbuchautorin Claire Holloway wird von beängstigenden Visionen geplagt, die alle in Zusammenhang mit dem alten Rose Marsh-Farmhaus zu stehen scheinen. Als die Visionen immer bedrohlicher werden, packt sie ihre Koffer und mietet sich in dem alten Farmhaus ein. Als die Visionen dort rasch an Intensität zunehmen und sie die Bekanntschaft des Parapsychologen Hunt macht, versuchen sie gemeinsam hinter das Geheimnis zu kommen.

The Marsh ist eigentlich ein klassischer Vertreter des Asia Geistergruselhorrors, nur mit dem Unterschied aus Kanada zu stammen. Das Erzähltempo ist sehr, seeeehr gemütlich und hat mit Blood´n´Gore mal so rein gar nichts am Hut. Dies Tory ist recht simpel zusammengefaßt. Im Jahr 1902 tötet ein Kiddie, das sich zusammen mit 2 Kumpels und einer Kumpeline im besagten Haus aufhalten, dabei kommt, wohl zufällig, ein junges Mädchen zu Tode, das sich blöderweise grad dort aufhielt. In der Jetztzeit versucht sich dann aber das Gör an den damaligen Schuldigen zu rächen. Ok, wäre der Film tatsächlich im Jahr 1902 auch gedreht worden, hätte man die Idee noch für originell halten können, im Jahr 2006 ist sie allerdings schon abgenudelt wie die Witze von Fritz Egner.
Eigenständige Ideen kommen hier nämlich nicht zum Einsatz, ab und zu geht mal das Licht an und aus aber viel mehr passiert eigentlich nicht. Es wird viel gelabert, hin und wieder wird mal ein (gekonnter) Schreckmoment eingebaut, aber das wars dann auch mehr oder weniger an bemerkenswerten Aktionen. Man fragt sich höchstens mal zwischendurch ob die Olle Claire einen an der Klatsche hat oder sich hier wirklich Übersinnliches ereignet. Immer wieder zwischenreingeschnipselte Albtraumbilder stellen den Geisteszustand der Protagonistin doch immer wieder arg in Frage.
Eine weitere Mogelpackung ist dann auch der Titel, von einem Sumpf ist nämlich die ersten 3/4 des Films zwar die Rede, aber nix zu sehen oder zu riechen, erst im Finale als das komplette Mysterium langsam aufgedröselt wird bekommt man mal ein wenig Moor zu sehen. Die Darsteller sind dabei aber wenigstens ganz brauchbar. Forest Whitaker gibt den Spezi für okkultes und paranormales, recht zurückhaltend aber glaubhaft, was auch für Gabrielle Anwar als Protagonistin gilt, aber zurückhaltend ist eigentlich das Stichwort für den ganzen Film, deshalb bin ich bei der Punktevergabe auch mal zurückhaltend.
3,5/10

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