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Ein Slasher mit einem maskierten mexikanischen Wrestler als Killer? Den musste ich natürlich unbedingt sehen.
Handlung: Der Luchador El Mascerado soll angeblich von der mexikanischen Regierung aus den Körperteilen anderer Wrestler zusammen gesetzt worden und als Geheimwaffe geplant worden sein (?!). Aber vor Jahren drehte er durch und tötete wahllos mehrere unschuldige Menschen, also wurde er in eine Art Nervenheilanstalt mitten in der mexikanischen Wüste eingewiesen. Nun kommt eine Gruppe Jugendlicher, die einen Pornofilm in Mexiko drehen wollen, in das scheinbar verlassene kleine Nest. Natürlich trennt sich die Gruppe und einer nach dem anderen fallen sie Mascerado zum Opfer, der ihnen mit bloßen Händen die Gesichtshaut runter reißt, als Symbol der Demaskierung, der schlimmsten Schmach für einen mexikanischen Wrestler. Der fette Geek in der Gruppe hat daher eine Idee: Mascerado kann vielleicht nur vernichtet werden, wenn er seine Maske verliert.
Die Idee mit dem Wrestler als Schurken ist gut, aber leider merkt man, dass die Macher keine echten Wrestlingfans sind und daher kaum Ahnung davon haben. Darum gibt es auch keine echten Wrestlingaktionen vom Schurken zu sehen, der übrigens von Rey Misterio, dem Onkel von Rey Mysterio aus der WWE, gespielt wird. Es gibt nur Schläge mit der Faust, aber keine richtigen Würfe oder Aufgabegriffe. Eine vertane Chance. Auch dass der Wrestler die Gesichtshäute seiner Opfer in einem Raum mit einem Wrestlingring aufbewahrt, hätte stärker ausgearbeitet werden können, z.B. mit einem Ring aus menschlichen Körperteilen und Gedärmen als Seilen anstatt bloß mit einem aus Mülltonnen und Kabeln. Aber auch so ist das Teil schon recht blutrünstig. Die Figuren sind leider alle sehr flach: Der prollige Anführer, die tapfere Heldin, der fette Wrestlingfan, die naive Tusse, der Kiffer, etc. Auch die Grundelemente der Handlung - Teenies dringen in abgelegene Schmuddelbehausung eines oder mehrerer Psychopathen ein - erinnert von der Stimmung und dem Stil her stark an das TCM Remake, WRONG TURN oder viele andere Horrorfilme der letzten Jahre. Der Film ist nur ca. 75 Minuten lang und geht nach einer halben Stunde richtig los. Das Finale geht auch in Ordnung, ist spannend und kurzweilig. Aber bei so einer Prämisse - Splatter trifft Wrestling - hätte ich mir schon wesentlich mehr erhofft.
6 von 10.

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