Zugegebenermaßen muss ich sagen dass ich Filmen gegenüber, welche einen Plot vorweisen in welchem sich meist Jugendliche irgendwo in den weiten Amerikas verirren, von Vorneherein eine gewisses Vorurteil habe – spätestens seit dem öden „Wolf Creek“. Auch die sonstigen Kritiken waren alles andere als durchweg gut.
Trotz allem muss ich vorneweg sagen, dass mir „Rest Stop“ besser gefallen hat, als so manches bisheriges Möchtegern-Highlight des Genres. Die Story ist zwar nun wirklich nicht Neu, aber wohl immer noch nicht am Ende der Leidensfähigkeit angelangt. Ein Pärchen verirrt sich am Arsch der Welt und schon bald wird aus dem Pärchen eine einzelne junge Frau, welche sich (wie gehabt) einem Irren gegenüber sieht.
Was die Effekte und den Blutgehalt betrifft, so wäre „Rest Stop“ ein wohl wirklich guter Film. Wenn, ja wenn die böse Schere da nicht wäre. Manche Cuts sind wirklich zu schnell und bei wiederum anderen verliert man schon fast den Zusammenhang. Alleine schon die Szene mit dem Finger – was ist denn nun damit? Abgeknabbert, eingezwickt...geht leider aus dem verbliebenem Filmmaterial nicht hervor. Die eine oder andere Szene wiederum ist jedoch sehr gelungen, allen voran der nette Kopfschuss des mehr oder weniger Existenten Polizisten – gut gemacht. Im großen und ganzen eigentlich gut, wäre der Film nicht so schlecht und auch an wichtigen Passagen geschnitten.
Die Darsteller sind einem Film dieses Genres allemal würdig. Also keineswegs Oscar-Verdächtig und leider nicht mal so richtig gut. Die Hauptdarstellerin ist zwar wie immer nett anzusehen, aber im großen und ganzen leider mal wieder nicht mehr als nur Durchschnitt. Ach Ja, den Übeltäter bekommt man den ganzen Film über ja auch nicht so richtig zu sehen – spart Geld an Maske und Zeit an Einfallsreichtum. Macht die Sache aber leider auch nicht gruseliger.
Der Film mag zwar an einigen Stellen doch sehr vorhersehbar sein, ist aber im großen und ganzen durchaus ansehnlich und ein bei weitem besserer Zeitvertreib als z.B. „Wolf Creek“. Selbst wenn in der gesamten Handlung doch einige Fragen offen bleiben und auch das Finale, ebenso wie der ganze Streifen, etwas kurz und irgendwie überstürzt geraten ist. Es gibt definitiv schlechtere Filme des Genres. Und auch „Rest Stop“ hätte sich wohl durchaus untere den besten Einreihen können, wären da nicht die unmöglichen Schnitte und auch dadurch entstehenden Lücken im Plot wären!