Nicole Carrow (Jaimie Alexander) büchst von zu Hause aus. Zusammen mit ihrem Freund Jess Hilts (Joey Mendicino) will sie nach Hollywood, um als Schauspielerin Karriere zu machen. Doch weit kommen die Beiden nicht. Bald hat man sich verfahren und landet auf einem abgelegenen Rastplatz. Als Nicole von der Toilette zurückkehrt ist Jess spurlos verschwunden. Dafür taucht plötzlich ein Unbekannter mit einem Pick up auf und beginnt Nicole zu terrorisieren. Auch der Polizist Michael Deacon (Joseph Lawrence) kann ihr nicht helfen. Nicole sitzt nun auf dem Rastplatz fest, ständig taucht der Unbekannte auf und bald erhält Nicole ein Video, auf dem Jess bei lebendigem Leibe grausam gefoltert wird. Schon lange scheint der Unbekannte nichtsahnende Leute zu Tode zu foltern. Nicole will dem ein Ende machen.
"Rest Stop" bildet den Auftakt der "Raw Feed" Reihe, welche durch Warner Bros Direct To Video vermarktet werden. John Shiban (Akte X) macht als Produzent und Regisseur den Anfang. Doch mit seiner Story lässt sich nicht viel anfangen. Es wird rein gar nichts erklärt. Zwar bringt "Rest Stop" ein paar unvorhergesehene Wendungen zu Stande, doch was bringt dies ohne jegliche Erklärung. Da wäre es doch besser gewesen, die typische Slasherstory vom Reißbrett zu nehmen, anstatt solch Phänomäne wie verschwindende Leichen oder Geister einzubauen. Immerhin fasst sich Shiban recht kurz und inszeniert seine stussige Story ohne Hänger und mit solider Spannung. Im Schnellverfahren präsentiert er uns Jess und Nicole, welche vor dem Terror natürlich noch einen Quicki hinlegen. Scheint ein unausweichliches Klischee des modernen Horrorfilms zu werden, genauso lief es auch schon bei "Timber Falls" ab. Trotzdem lässt der Horror nicht lange auf sich warten. Schnell befinden sich die Beiden auf dem kleinen und abglegenen Rastplatz. Dort spielt sich dann auch das ganze restliche Geschehen ab. Shiban schafft es diesen Ort sehr bedrohlich in Szene zu setzen. In regelmäßigen Abständen taucht nun der Unbekannte auf, beginnt Nicole zu terrorisieren. Versucht sie zu überfahren, zu verbrennen, beißt ihr einen Finger ab. Hier erweist sich "Rest Stop" als ziemlich kaltblütig. Es wird zwar mit Goreszenen gegeizt, doch dafür fallen Diese ziemlich blutig aus. gerade das Überfahren des Polizisten, oder das Abschneiden der Zunge sieht doch sehr real aus. Trotz dieser Härten kann ich die vielen Konfikte mit der FSK nicht verstehen und auch die SPIO-JK Gutachter erwiesen sich als sehr zickig.
So weiss der Film über die gesamte Laufzeit von 82 Minuten gut zu unterhalten. Doch immer wieder stößt die Story ärgerlich auf. Warum tut dies der Unbekannte und vor allem wer ist er ? Man sieht nie sein Gesicht, oder erfährt sein Motiv. Auch die komische Familie mit dem Wohnmobil bleibt dem Zuschauer ein Rätsel.
Aber die Darsteller machen ihre Sache wirklich gut. Die noch unerfahrene Jamie Alexander bringt ihre energische Rolle sehr glaubhaft zur Geltung, die restliche Rige agiert auch überdurchschnittlich.
Mittlerweile sind schon mehere Horrorfilme in der "Raw Feed" Reihe erschienen. Da wäre "Sublime, The Believers" und noch in diesem Jahr soll "Otis" folgen.
"Rest Stop" erweist sich als nicht so gut wie erhofft. Gerade die völlig offene Story macht den blutigen und teils auch spannenden Horror wieder zu Nichte. Den Darstellern kann man keinen Vorwurf machen. Auch einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen. "Raw Feed" hätte doch besser starten können.