Review

Inhalt:

Zur Zeit des Mittelalters taucht in einem kleinem Dorf auf dem Lande ein fanatischer Mönch mit einer Gruppe von Anhängern auf.
Dieser Mönch hält vor den Dorfbewohnern auf dem Friedhof eine fanatische Predigt wobei sich seine Getreuen selbst auspeitschen.
Doch dann taucht der örtliche Priester auf und verjagt die Gruppe.
Beim der Flucht bricht einer der Männer, unbemerkt von den Anderen, zusammen und bleibt liegen.
Am nächsten Tag, die meisten Leute sind in der Kirche, wird der nun Tote gefunden, gezeichnet von der Pest.
Der schwarze Tod hat das Dorf befallen.
Als sie dies erfahren, fliehen die Bewohner aus der Kirche.
Ein Ehepaar sucht in seinem Haus Zuflucht und hofft durch Warten die Seuche zu überstehen... .

Auf den Kurzfilm Mors Mala von Alexander Lony von 2003 bin ich nur durch Zufall gestoßen.
Ich hatte mir in einer Videothek die Special Edition des Filmes Ricochet aus dem Hause Laser Paradise ausgeliehen.
Diese Edition beinhaltete eine zweite DVD diesen Kurzfilm.
Bei Mors Mala handelt es sich um einen sehr gut inszenierten Kurzfilm, der durch eine dichte Atmosphäre und gelungene Kameraeinstellungen zu überzeugen weiss.

Die Hauptfiguren sind das Ehepaar, dass bereits zu Anfang des Filmes eingeführt wird und sich durch seine bunte Kleidung von den restlichen Dorfbewohnern abhebt und offenbar über gewissen Reichtum verfügt.

Nachdem sich beide in ihrem Haus verbarikadiert haben, wohnt der Zuschauer einem Kammerspiel bei, bei dem Gegensätze zwischen dem Mann und seiner Frau hervortreten.

Während der Mann das Überleben der Beiden verfolgt und deswegen auch einer Frau von außerhalb die Hilfe verweigert empfindet die Frau die Atmosphäre nach einiger Zeit bedrückend, liegt nachts wach und will später dann auch das Haus verlassen.
Zudem möchte sie der anderen Frau helfen was ihr Mann jedoch mit Hinweis auf die Ansteckungsgefahr vereitelt.

Beide Charaktere werden glaubhaft vermittelt.

Die Atmosphäre des Filmes ist ebenfalls sehr gut.

So feiern in einer Szene einige Dörfler im Angesicht des Pesttodes ein rauschendes Fest mit Tanz, Flötenspiel und Trank.
Das Ganze erinnert dann auch an die berühmte Walpurgisnacht.
Zudem ist diese Szene wie ein Traum inszeniert was auch durch die Musik zum Ausdruck kommt.

Eine weiterer bedrückender Bestandteil des Filmes ist der Leichenkarren, der die Pesttoten abtransportiert und von dem nur das Quietschen der Wagenräder zu hören ist.

Mors Mala dauert zwar nur 15 Minuten kann es aber Hinblick auf Darsteller, Kostüme, Kulissen und Regie mit jedem Langspielfilm aufnehmen.

Gesprochnene Dialoge gibt es kaum, was nicht so seht ins Gewicht fällt.

Als Extras enthält die DVD ein Making of, eine Szenenwahl und eine Trailershow mit weiteren DVD-Veröffentlichungen.

Wer nun an dem Film interessiert ist, sollte nach der Special Edition des Films Ricochet von Laser Paradise Ausschau halten.

(10/10)  

Details
Ähnliche Filme