Review

Inhalt: Irgendwo in den unendlichen Weiten der USA:
In seiner Gefängniszelle wartet Jonathan Chambers (James Binkley) auf seine Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl.
Den bei Chambers handelt es sich um einen Serienkiller der seinen Opfern das Herz bei lebendigen Leib brutal und blutig entfernt hat, was ihm den Spitznamen "Heartstopper" eingebracht hat. Als Chambers schließlich exekutiert wird ist auch Sheriff Richard Berger (Robert Englund), der Chambers damals verhaftete, zugegen. Weiterhin wohnt Doktor Hitchens (Michael Gram) Chambers Hinrichtung bei. Dieser soll im Anschluss die Leiche des Serienmörders obduzieren und plant zudem ein Buch über den Serienmörder zu schreiben.
Zur gleichen Zeit überlegt Sara Wexler (Meredith Henderson) Selbstmord zu begehen, da sie in ihrer Schule gemobbt wird.

Nach Chambers Hinrichtung wird dessen Leiche für die Autopsie zum nächstgelegenen Krankenhaus gebracht, während sich in der Nacht ein Unwetter zusammenbraut. Dann fährt Sheriff Berger Sara, die sich aus Selbstmordabsicht auf die Straße gehockt hatte, an.
Zwar überlebt diese trägt aber eine schwere Beinverletzung davon weswegen sie zum Krankenhaus mitgenommen wird...im gleichen Krankenwagen der auch Chambers Leiche transportiert.
Während des Transportes wechselt eines von Cambers Tattoos auf Sara Arm über was diese verständlicherweise erstmal ohnmächtig werden lässt.

Das Krankenhaus wo der Transport schließlich endet wird aber in 2 Tagen geschlossen weswegen außer einem Arzt, zwei Krankenschwestern, zwei Sanitätern und dem Hausmeister niemand sonst vor Ort ist. Hitchens stört sich nicht daran sondern beginnt mit der Untersuchung von Chambers Leichnam.
Sara ist mittlerweile aufgewacht will sich aber sofort wieder selbst entlassen, was Krankenschwester Grafton (Laura De Carteret) aber nicht zulässt.
Dann kriegt sie noch Besuch von ihrer Mutter (Lori Hallier) die über den Unfall ihrer Tochter informiert worden ist. Zudem wird noch Walter Brooks (Nathaniel Stephenson) eingeliefert. Dieser ist ein Mitschüler von Sara und hatte einen schwerwiegenden Gartenunfall mit einer Harke (wobei er verstärkt darauf hinweist das, nur weil er schwarz ist, die Verletzungen nicht von Gangkriminalität herrühren). Schließlich werden noch die Opfer eines Autounfalles, eine dreiköpfige Familie und ein junges Paar, in das Krankenhaus eingeliefert.

Was keiner (bis auf Sara) bis jetzt ahnt:
Chambers ist mitnichten mausetot:
Wegen eines Paktes mit dem Teufel hat der Serienkiller übernatürliche Kräfte erhalten und kehrt von den Toten zurück...


Meinung: Heartstopper ist nicht gerade das was man als Klassiker des Horrorfilms bezeichnen kann. Das bedeutet nicht das der Film schlecht ist. Im Gegenteil: Heartstopper ist ein guter B-Movie Horrorfilm der den Zuschauer für ca. 81 Minuten unterhalten will. Von der Atmosphäre und den gut gemachten Splattereffekten her ist nichts an dem Film auszusetzen.
Auch die Schauspieler leisten sehr gute Arbeit. Besonders hervorzuheben sind hierbei Robert Englund und James Binkley. Zu Robert "Freddy Krueger" Englund muss ich wohl nichts weiter sagen.
Mit der Figur des sympathischen Sheriff Berger spielt Englund mal einen der Guten und das richtig gut.
Leider wird sein Charakter bereits in der ersten Hälfte des Filmes (nach einem kurzen aber heftigen Kampf) von Chambers ermordet.

An Blinkleys Schauspiel als Chambers ist ebenfalls nichts auszusetzen:
Der dämonische Serienkiller zitiert häufig aus der Bibel, massakriert in einer ziemlich heftigen Szene einen ganzen Raum voller Leute (Krankenhausbelegschaft + Patienten) und ist auch sonst kein besonders netter Zeitgenosse.

In manchen Szenen nutzt Chambers dann auch einen fahrbaren Instrumentenwagen dessen quietschende Reifen neues Unheil für die Protagonisten ankündigen.

Auch wird in manchen Szenen angedeutet das Gott wohl etwas dagegen hat das sich ein Serienkiller mit dem Teufel einlässt und weiter mordend durch die Gegend spaziert (z.B. die Szene wo ein Blitzschlag während Chambers Hinrichtung im elektrischen Stuhl den Satansjünger schön durchbrät)
Besonders fielen mir Parallelen zu den Filmen Shocker und House 3 (beide 1989) auf. Auch in diesen Filmen geht es um Serienkiller (Shocker: Mitch Pileggi als Horace Pinker, House 3: Brion James als Max Jenke) die mit bösen Mächten einen Pakt eingehen um weiter morden zu können.

Der einzige Kritikpunkt meinerseits: Es wäre besser gewesen Englund zur Hauptfigur zu machen.
Bereits in House 3 - Der Fluch des Massenmörders (1989) konnten Zuschauer einen Serienkiller (Brion James) dabei beobachten wie dieser aus dem Jenseits zurückkehrt um sich an dem Cop (Lance Henriksen) der ihn verhaftet hat zu rächen. Das gleiche Konzept hätte auch hier funktioniert da mit Englund und Binkley zwei gute Schauspieler zu Verfügung standen.
Henderson (Sara) und Stephenson (Walter) leisten eine gute Darstellung als ums Überleben kämpfende Teenager doch es wäre schön gewesen wieder mal einen erwachsenen Protagonisten (in diesem Fall Englund) im Kampf gegen das Böse zu sehen.

In Bezug auf die dt. DVD muss ich leider sagen das diese vom Anbieter MIB (nein, nicht Men In Black sondern Medienvertrieb in Buchhlolz) geschnitten auf den Markt gebracht wurde. Auch die dt. Synchronisation ist nicht wirklich gut.
Ich empfehle daher den Originalton, da mit der dt. Synchro schon einiges an Spannung und Atmosphäre verloren geht.


Fazit: Heartstopper ist gute Horrorunterhaltung für zwischendurch. Fans von Robert Englund und den oben erwähnten Filmen sollten auf alle Fälle einen Blick riskieren. (7/10)

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