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In der kleinen Stadt Rincon wird ein Unbekannter gelyncht. Einige Zeit später werden einige Männer ermordet, alle in irgendeiner Form stranguliert oder erstickt. Können der neue Reverend Rudd und der Spieler Van Morgan den Täter finden, bevor die Stadt wie ein Pulverfass explodiert?


Ein seltener Vertreter des Rache-Western-Krimis, denn wer der Täter ist, bleibt lange Zeit (vermeintlich) unklar, obwohl die Lösung selbstredend auf der Hand liegt und eh bekannt ist.

Darstellerisch top besetzt mit den "alten" Haudegen Robert Mitchum und Dean Martin, welcher auch den tollen Titelsong "Five Card Stud" beisteuert und Roddy McDowall und Yaphet Kotto in Nebenrollen, fördert Regie-Veteran Henry Hathaway eine stetig steigende unruhige Stimmung in der Stadt hervor, die sich auch folgerichtig in einem ordentlichen Shoot-Out entlädt.

Die interessante Geschichte schlägt zwar keine nennenswerten Haken, ist aber spannend umgesetzt, zumal beim finalen Duell die Sympathien keineswegs so klar verteilt sind, denn die Motivation des Mörders ist durchaus nachvollziehbar, speziell Kontext des Zeitgeists des Jahres 1880 gesehen. Einzig dass der Täter bei den ersten, nur im Ergebnis gezeigten Morden offenbar völlig unverletzt wieder verschwinden konnte, ist vielleicht nicht ganz so leicht vorstellbar, aber das Überraschungsmoment hat vielleicht gereicht. Nimmt man halt so hin.


Toll besetzter, spannender Wester-Krimi mit feiner Atmosphäre. Sehenswert und imho underrated.

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