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Meiner Meinung nach zusammen mit dem ersten Teil der beste Film der “Return of The Living Dead” – Reihe. Brian Yuznas B-Movie-Knaller kann sich wirklich von allen Seiten her sehen lassen: Zunächst einmal wären da die akzeptablen Schauspieler, die allesamt zwar nicht auf höchstem Niveau spielen aber dennoch überzeugen können. Besonders zu erwähnen ist dabei Hauptdarstellerin Mindy Clarke, die eine wirklich kultige Rolle spielt und diese auch adäquat verkörpert.

Die Handlung ist nicht unbedingt originell, wird aber kurzweilig erzählt und kann mit vielen frischen Ideen aufwarten. Der Comedy-Faktor der ersten beiden Teile wird deutlich zurückgeschraubt und ersetzt durch teilweise schwermütige Melancholie und einen guten Schuss Romantik. Eine geniale Zombie- Love Story wie „Dellamorte Dellamore“ wurde leider nicht aus diesem Film, doch unter den gegebenen Voraussetzungen hat Brian Yuzna doch das beste heraus geholt und einen seiner absolut besten Filme geschaffen.

Herauszuheben ist auch die gelungene Atmosphäre die einen eigenen Charme versprüht, aus wenigen Schauplätzen und billigen Kulissen wurde wirklich viel raus geholt und auf schrägen Humor wurde auch nicht verzichtet. Anders als Teil eins parodiert Yuznas Werk nicht das Genre sondern versucht neue Aspekte abzugewinnen, was auch im kleinen Rahmen funktioniert. Mit den Vorgängern hat die Thematik auch nichts zu tun, bis auf zwei simple Tatsachen: Die Hauptprotagonisten sind jugendliche Punks und die Zombie-Epidemie geht mal wieder vom Militär aus.

Nicht zuletzt erwähnt seien auch die Splatterszenen: Ein wahres Blutbad wird hier veranstaltet und man bekommt etliche derbe Effekte zu bestaunen. Zwar sind diese nicht alle auf handwerklich bestem Standard, gehen aber durchweg in Ordnung. Teilweise sind die Mordszenen und Zombies so übertrieben und gewalttätig dargestellt das der ganze Film ein comicartiges Flair bekommt und man die ausufernde Gewalt nicht allzu ernst nehmen sollte.

Ernst nimmt der Regisseur allerdings die Emotionen der Figuren und das gelingt ihm oft sogar ganz gut. Leider wirken die hölzernen Dialoge und die etwas klischeehaften Problemsituationen ein wenig flach, doch für einen trashigen Horrorfilm sind manche Szenen schon zu gelungen. So zum Beispiel die denkwürdige Sequenz in der sich die bizarre weibliche Hauptfigur selbst überall am Körper Hardcore-Piercings verpasst. Das alleine schon ist modernes Horrorkino vom Feinsten und auch das Ende mit der großartigen Schlussszene ist mehr als gelungen. All dieses Lob bezieht sich allerdings auch auf die Standards des Subgenres.

7,5 / 10

Fazit: Einer der sehenswertesten Filme von Brian Yuzna, der Kultstatus besteht völlig zu Recht da es sich um einen der unterhaltsamsten und ungewöhnlichsten Zombiefilme überhaupt handelt.

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