Die zwei Jugendlichen, Julie und deren Freund Curt, haben sich für den Abend was ganz Spezielles ausgedacht: Zusammen brechen sie in ein Armeeversuchsgelände ein. Curts Vater Col. Reynolds arbeitet dort und seine Leute arbeiten daran, Tote wieder lebendig zu machen, also dass Tote untot sind. Curt hat von seinem Vater die Sicherheitskarte gestohlen, also kommen sie ohne Probleme dort rein. Sie beobachten voller Spannung, wie ein toter Mann wieder lebendig wird. Doch etwas läuft schief und er richtet unter den Wissenschaftlern ein Blutbad an. Nachdem Curt und Julie das gesehen haben, düsen sie mit dem Motorrad nach Hause. Nachdem sich die beiden ein wenig vergnügt haben, kommt es zwischen Curt und seinem inzwischen nach Hause gekommenen Vater zu einem großen Streit und Curt haut mit Julie ab. Doch sie haben in ihrer Eile mit dem Motorrad einen Unfall, bei dem Julie verstirbt. Jetzt sieht Curt nur noch ein Ziel: Er will Julie mit dem Gas in dem Armeeversuchsgelände reanimieren und so von den Toten zurückholen.
Wenn man romantisch veranlagt ist könnte den Film mit "Liebe über den Tod hinaus" untertiteln, oder vielleicht auch "Romeo und Julia: the Zombie Edition", ich finde allerdings eher das Brian Yuznas Werk, den ich übrigens sehr schätze, eigentlich nichts weiter als eine splattrige Seifenoper ist.
Allein die Story und die Charaktere finde ich äußerst mißlungen. Wir haben zwei blödgeile bockige Teenies, die einen Motorradunfall selbstverschulden, bei dem sie das Duell Kopf gegen Laternenpfahl mit 0:1 verliert und eigentlich in den Bikerhimmel auffahren sollte. Er jedoch bricht in Daddys geheimes Armeeversuchslabor (in dem natürlich Zombiekrieger hergestellt werden) ein, welches übrigens die laschesten Sicherheitsvorkehrungen abseits einer unbewachten Baustelle hat, und erweckt seinen Samenauffangbehälter mit zombiefizierendem Gas wieder zum Leben und bringt damit mal eben die ganze Menscheit in Gefahr, denn natürlich kann sich ein Musterexemplar der neugeschaffenen Spezies befreien. Mal ehrlich, soll ich solchen Schwachmaten ernsthaft die Daumen drücken?
Abseits dieses blöden Love Parts bietet RotlD3 sonst alles das, was einen Horrorfilm ausmacht. Der Härtefaktor ist verdammt hoch, manche Szenen ekeln auch nach dem x-ten anschauen jedesmal aufs neue. Die Effekte sind erste Sahne und zudem noch recht zahlreich, Gorehound was willst du mehr. Wenn Julie sich stets mehr und mehr selbstverstümmeln muß um ihren Hunger zu bekämpfen, geht das nicht nur ihr, sondern auch dem Zuschauer unter die Haut. Besonders ihr finales Piercing Zombie Outfit, sucht ihresgleichen, hab ich so extrem jedenfalls bisher noch nicht gesehen.
So gestaltet sich eine lange Flucht für das Paar, in der wohl der Höhepunkt die Konfrontation mit der fiesen Gang in der Kanalisation ist. Die Darsteller kann man dabei mit dem Prädikat ok durchwinken, Durchschnitt eben. Yuzna entläßt uns am Ende mit der bekannten Botschaft, das letztendlich doch der Mensch das wahre Monster ist und ich bin mir immer noch unschlüssig was ich von den 93 Minuten denn nun halten soll, zu extrem liegen die positiven und negativen Aspekte auseinander.
5/10