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Manchmal kommen sie wieder

Es kommt auf einen Versuch an: In einer geheimen Militärbasis wird nach einer Möglichkeit geforscht, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Dies soll in erster Linie dazu dienen, nahezu unbesiegbare Bio-Einheiten zu züchten, die dann in den Krieg geschickt werden. Ein erster Versuch verläuft zunächst vielversprechend. Der Tote wird mit einem Nervengas reanimiert und dann mit einer speziellen Munition wieder außer Gefecht gesetzt.

Verbotenerweiße haben sich das Curt und seine Freundin Julie angesehen, die nun über die Aktivitäten seines Vaters Bescheid wissen. Das nachfolgende Chaos ist den beiden aber entgangen, denn der tote Zombie war gar nicht so lange tot, sondern hat stattdessen einige Wissenschaftler in seine Artgenossen verwandelt.

Col. Reynolds soll daraufhin nach Oklahoma versetzt werden und verlangt von Curt, dass er mitkommt. Da dieser sich weigert gehen Vater und Sohn im Streit auseinander. Aufgrund mangelnder Konzentration baut Curt einen Unfall mit seinem Motrorrad, bei dem Julie stirbt. Da ihm das Ableben etwas zu zeitig erscheint, will er sie mit dem Nervengas reanimieren. Keine wirklich gute Idee.


Man merkt schon anhand der Story, dass es Return Of The Living Dead 3 nicht so gänzlich ernst meint. Ähnlich wie Braindead - allerdings nicht ganz so gelungen - nimmt der Film das bierernste Zombiegenre ein wenig auf die Schippe und würzt die derben Splattereinlagen mit etwas Humor. Das klappt meistens ganz ordentlich, an Peter Jacksons Meisterwerk reicht er aber nicht ran.

Es ist wohl der arg klischeehaften Lovestory zwischen Curt und Julie sowie dem allzu Soap-lastigen Konflikt mit seinem Vater geschuldet, dass der Film stellenweise ein wenig zerfahren wirkt. Wirklich nötig wären diese Subplots nicht gewesen, zumal auch das schauspielerische Können der beteiligten Darsteller nicht ausreicht, um diese Geschichten autentisch darstellen zu können.

Aber schwamm drüber, es geht ja schließlich in der Hauptsache um wildgewordene Zombies und da kann der Streifen doch ordentlich punkten. Es sind nicht übermäßig viele, doch die Make-up und Splattereffekte müssen sich definitiv nicht hinter Braindead verstecken. Da auch das Budget sehr limitiert war hat man sich sehr achtbar aus der Affäre gezogen.

Der finale Showdown in der Militärbasis weiß zu gefallen, genauso wie das Ende, das nun absolut nicht hollywood-kompatibel ausgefallen ist. Dafür beide Daumen nach oben.

ROTLD3 ist ein sehr gelungener Vetreter des Zombie-Genres mit lustigen Einlagen, der trotz einiger verunglückten Passagen in keiner Sammlung fehlen sollte.

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