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Vincent und Jules sind zwei coole Auftragskiller die im Namen ihres Bosses Marsellus Wallace einen Koffer bei ein paar Gangstern abholen sollen, der Marsellus gehört und womit diese ihn bescheißen wollten. Leider bezahlen sie ihren Verrat mit dem Leben und auch dem Kleinganoven den die beiden mitnehmen, fliegt kurze Zeit später die Visage aus dem Gesicht da ihm Vincent aus Versehen in den Kopf schießt.

So so, Platz drei in der All Time Liste der besten Filme. Pulp Fiction ist sicher ein guter Film mit einem Coolness Faktor der seinesgleichen sucht, aber so ganz über den grünen Klee mag ich ihn dann aber doch nicht loben. In Sachen Tarantino find ich beispielsweise Reservoir Dogs und Kill Bill deutlich besser.
Mir ist auch nicht ganz so klar, warum man hier die Erzählstruktur dermaßen abfeiert, nicht lineare Stories gabs vorher und auch nachher schon, ich fand das ab und an schon ein wenig mühsam. Im Grunde gibt es doch lediglich drei Plotten, die am Ende zusammengefügt werden, dafür muß man ihn jetzt nicht mit Oscars überhäufen.
Die Stärke des Films liegt für mich bei den guten Darstellern und den tollen Dialogen. Speziell Vince und Jules liefern sich gegenseitig klasse Steilvorlagen und Sprüche, die scheinbar gar nicht zur Situation passen, aber dermaßen lässig präsentiert werden, das man auch beim zehnten Ansehen noch drüber lachen kann (ich sag mal Fußmassage oder Viertelpfünder). Aber auch die anderen Geschichten um den abgehalfterten Boxer oder dem Gangsterpärchen haben ihre Momente.
Lustig sind auch die vielen Internetforen, die sich mit dem leuchtendem Inhalt des ominösen Koffers beschäftigen, den man als Zuschauer nie sieht. Von Plutonium über einen Schutzengel bis hin zur Seele von Gangsterboss Wallace ist da alles dabei. Auf alle Fäller bleibt ein Film den man gesehen haben sollte, aber mit dem Wort kultig bin ich doch etwas vorsichtiger.
8/10

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