Ein Film als einzige Rückblende: denn gleich zu Beginn erfahren wir, dass die attraktive Hauptdarstellerin dieses „Schwedenfilms“ bereits nicht mehr ist. Zwei Jahre vor Bergmans grandiosem DIE ZEIT MIT MONIKA ist hier nicht die Ehe das Ende des unschuldigen Glücks, sondern die ätzend-reaktionär und fundamental-religiöse Dorfgemeinschaft, für die das Wort Hinterwäldler geradezu erfunden worden scheint. Ein Lehrstück, dass man sich als Abiturient aus der Stadt zwar in ein Bauernmädchen verlieben kann, aber die Liebe eben nicht alles bezwingt, wie es sonst auf Kühlschrankmagneten heißt. Wenn Ulla Jacobsson im Bonusmaterial erzählt, dass es damals tatsächlich so in der schwedischen Provinz zugegangen sei, ist man umso mehr entsetzt. Es ist nur folgerichtig, dass vier Jahre später James Dean in den USA mit REBEL WITHOUT A CAUSE die Jugend verführerisch aufbegehren ließ gegen ängstliche Eltern und muffige, destruktive Institutionen. Arne Mattssons Film hat eine an sich spannende Handlung und man fragt sich ständig, wie wohl Bergman es inszeniert hätte. Denn die Bildkompositionen sind wie das dargestellte Dorf: einfältig, der Schnitt bieder und die Handlung träge. Trotzdem fühlt man gerne das kurze Glück der jugendlichen Darsteller mit, denen scheinbar die ganze Welt zu Füßen liegt, wenn sie zusammen sind, wie Gott sie schuf. 5/10 Punkte.