Review

Dem Regisseur Stanislaw Jedryka ist hier ein eigenartiger Film mit
einer ungeahnt tragischen Wendung gelungen. Aus einer erst harmlosen
Familienkomödie wird ein Drama. Der Zuschauer lernt die Charaktere kennen, hat an deren Mundwerk, Streichen und Missgeschicken seinen Spaß. Und plötzlich muss er um das Schicksal der Helden bangen.

Im Film wird schlesisch gesprochen, wo's üblich ist, dass einige deutsche Wörter "eingepolnischt" sind, was den Film sehr lustig macht, dieser allerdings nur schlecht bis kaum von hochpolnisch sprechenden nicht-schlesiern verstanden wird.

Tipp!


Inhalt: - Achtung, hier wird der Schluß verraten! -

Es ist Frühling 1939 in Chorzow, Schlesien. Karol, Pawel und Gerard sind gute Freunde, die den Mund auch gerne mal voll nehmen und sich so in unangenehme Situationen verstricken. Sie und drei andere Jungs vom Hof sind Fussball begeistert und Anhänger des Vereins "Ruch Chorzów", haben aber kein Geld für einen richtigen Lederball. Die Zeit vertreiben sie sich somit anderweitig. Immer wenn sie Kummer oder Sorgen haben, stellen sie sich wortwörtlich auf dem Kopf und reden sich ein, aus der Perspektive würde die Welt doch wieder anders aussehen. Nur der kleinere Pawel hat mit dem Kopfstand so seine Probleme, doch den anderen ist viel dran gelegen dass er es lernt, und wenn auch mit Gewalt.
Eines Tages macht Gerard blau. Statt zur Schule geht er in's Stadion. Zu seinem Glück findet er dort einen alten kaputten Lederball. Jetzt können die frechen wie auch sympatischen Freunde endlich mal Fussball spielen. Doch auch das Vergnügen ist ihnen nicht lange gegönnt.

Es kommt zum Krieg. Chorzow wird von Deutschen besetzt. Das Leben unserer Helden wird auf den Kopf gestellt. Deutsche Soldaten tauschen im "Ruch Chorzów" Stadion die Tafel gegen eine deutsche aus. Die jüdische Ladenbesitzerin wird von Deutschen verhaftet, schenkt zum Abschied den Jungs ein Glas voller Bonbons, welche die Jungs aufgrund der Tatsache, dass sie sterben wird, nicht essen wollen. Sie geben den Umständen Hitler die Schuld. Um den Ärger Luft zu machen, malen sie an der Hauswand vom Nachbarn und Freund Edzio ein kopfüber aufgehängtes Männchen mit Hakenkreuz , das Hitler darstellen soll. Sie ahnen nicht die Konsequenzen.
Die Deutschen verhaften Edzio, der erst zuvor geheiratet hat. Die Kinder bringen es nicht fertig den Eltern zu beichten, dass sie dafür verantwortlich sind. Die Eltern von Gerard lassen ihn aufgrund der Umstände nicht mehr nach Draussen. Schliesslich bringen die übrigen fünf den Mut auf, um sich freiwillig bei der nun deutsch besetzten Polizei zu stellen. In letzter Sekunde kriegt der kleine Pawel die Hosen voll und rennt weg. Die anderen vier wollen sich anzeigen, um Edzio zu schonen. Der SS-Man geht die Indentitäten der Knaben durch, dabei stellt sich raus dass Karol's Vater einer purischen Einheit diente. Aufgrund dessen wird er nach Hause geschickt.

Als nächstes sehen wir Gerard, Pawel, Karol und die Frau von Edzio, wie sie auf die Rückkehr ihrer Freunde warten. Sie sorgen sich darum, was diese jetzt wohl gerad machen und mit Tränen in den Augen sagen sie sich, dass die Freunde doch ganz bestimmt freigelassen werden müssen. Aus Kummer macht Pawel erstmals alleine ohne Hilfe einen Kopfstand, wie sie sechs es immer zusammen machen. Dabei zeigt die Kamera ihn auf dem Kopf gestellt. Dann sehen wir eine Nahaufnahme der anderen drei Freunde und Edzio. Auch sie sehen wir Kopfüber. Es sieht so aus, dass auch die vier auf dem Kopf stehen. Doch die Kamera zoomt langsam weg. Die Hände der vier berühren nicht die Erde. Wir sehen dass die vier aufgehängt sind....Kopfüber....an den Beinen gefesselt....exakt wie Hitler auf der Zeichnung .... .

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