In diesem Film wird teilweise Richtiges mit sehr eindimensional Falschem gemixt. Dadurch wird das durchaus - nach meiner spirtuellen Erfahrung - Sachgemäße abgewertet. Gute und schlechte Aspekte kann ich deswegen nicht einfach gleich gewichten. (da wäre der Film bei ca. 5 Punkten angelangt.) Aber harte Pseudophiliosophien, die dem Unwissen dienen und blinde Fleck nähren, dürfen keinen Support erfahren. Sie bauen nur immer weitere Sackgassen und fördern den Loop! Deswegen gibts eben nur 1,5 Punkte von mir.
Ein paar Punkte wie sie im Film postuliert werden.
- Gefühle kommen von "Gott". [Nein gerade Gefühle können trügerisch sein.]
- Stimmen im Kopf (so stellt es der Film dar) sind nicht Gott, kein Engel.
[Kann man Eingebungen haben (ohne Stimmen), die von einem höheren System induziert sind? Ja sicherlich, aber sie könnne auch von einer anderen Partei stammen. Letzlich muss man da genau abwegen und ne sehr gute Portion Selbstreflexion und Welterfahrung mitbringen, um dies immer genau abwägen zu können. Letztlich muss man ethisch gut werten können.]
- Wie sind alles eins. [Vielleicht stecken wir tatsächlich in einer Art Programm und wären damit gewissermaßen als Gesamtes eins, aber wenn wir alles eins wären - im Sinne von das selbe Subjekt in anderer Gestalt -, gäbe es keine Differenzierung mehr, es gäbe keinen freien Willen und somit auch kein Schuld oder Unschuld. Wahrscheinlich sind wir also, alle gewissermaßen verbunden, aber aus sehr gutem Grunde letztlich komplett eigenständig und separiert. (Was nicht bedeutet, man kann nicht geistig verbunden sein.)]
So viel will ich zum spirituellen Teil noch sagen.
Wird uns von höheren Kräften, wenn wir mit guter Absicht handelt Hilfestellung geleistet? Mein Erfahrung zeigt, "Ja, definitiv." Also da lohnt es schon feinfüllig, die Sachen zu betrachten die einem begegen und passieren und nach den positiven oder warnenden Aspekten auschau zu halten.
Ein weitere eindeutiger Minuspunkte des Filmes ist außerdem, dass er die Verhältnisse der amerikansichen Gesellschaft zu keiner Zeit unter die Lupe nimmt, obwohl sie handlungstechnisch eine immense Rolle spielen. Es wird wirklich alles als "Gott gegeben" angesehen. Aber schon dass bedarf ein Hinterfragen, schließlich leben Missstände in der Regel genau davon, dass keiner über sie spricht (im Sinne von: deshalb bestehen sie fort). Man kann sicherlich nicht alles schlechte ändern, weil es sehr sehr oft Gruppendynamiken sind, aber die Veränderung passiert damit, dass man anfängt zu analysieren.
Zum Schluss will ich eigentlich noch einen Film empfehlen, den man statt dessen anschauen sollt und von diesem lernen.
Meine erste Eingebung ist tatsächlich "12 Monkeys", da der jedoch durchaus gut kryptisch ist, Stelle ich als weitere Empfehlungen "History Boys" und "Code 46" daneben.
Alle Filmempfehlungen sind ganz anders als "Gespräche mit Gott", aber ich denke sie handeln letztendlich von dem uns beherschenden und umgebenden System, auf vielfältltige Weise und können somit aufschlussreich sein.