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Manchmal funktionieren auch die sogenannten" kleinen" Filme und bringen Resultate hervor, die man ihnen angesichts der limitierten Ausgangsbedingungen bezüglich Budget, Locations und Ausstattung gar nicht zugetraut hätte. Im Fall von "Under Pressure" greift das B-Movie-Prinzip derart positiv, daß man sich im Nachhinein fragt, warum man außer Charlie Sheen niemanden aus der Darsteller-Riege erkannt hat. Was indes kein Wunder ist, denn Charlie Sheen ist das alleinige Bonbon, welches sich das Filmprojekt finanziell gönnt. Alles andere ist, wie gesagt, sehr bescheiden: die Zahl der Akteure und Schauplätze, die Originalität der Story, die Auflösung des Spannungbogens etc...

Aber, und das ist das Wesentliche: es funktioniert. Und zwar geradewegs durch die vermutlich haushaltsbedingte Verdichtung des Sets, der Dekoration und Anzahl der Protagonisten. Es bleibt also alles mehr als übersichtlich, und das bedeutet in unserem Fall einen Extrapunkt, denn zu keinem Zeitpunkt verspricht dieser Film in seiner Exposition mehr als ein sich sukzessiv in seiner Gewalttätigkeit steigerndes Nachbarschaftsdrama inmitten der eigentlich sattsam bekannten US-Suburbia. Was wiederum nicht negativ zu Buche schlägt, weil die Darstellerleistungen deutlich über dem Durchschnitt liegen und diesem Film - auch ohne aufwendige Special-Effects und Kameratricks - durchaus Thrill einzuhauchen vermögen.
Fazit: weit entfernt davon, ein Mega-Reißer zu sein, bietet der Film solides Kinohandwerk, und dafür sollte es ruhig 7/10 geben.

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