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Im Jahre 2000-nochwas wird der berüchtigte Massenmörder Jason Voorhees in der „Crystal Lake Research Facility“ aufbewahrt und soll – um keinen weiteren Schaden mehr zu verursachen – in den Kälteschlaf gelegt werden bis geklärt ist wie man den sich-immer-wieder-regenerierenden Mörder unschädlich machen kann. Doch ein Militärtrupp will dieses biologisch unglaublich interessante Wesen mitnehmen um aus ihm neues Wissen zu schöpfen. Blöde Idee, den Jason nutzt die Gunst der Stunde und schlachtet alle ab. Doch die Wissenschaftlerin Rowan schafft es Jason in die Kältekammer zu locken und friert ihn ein – durch ein Leck in der Luke aber auch sich selbst. Gut 450 Jahre später landet ein Forschungsschiff auf der mittlerweile zerstörten Erde und sammelt sowohl Jason als auch Rowan ein. Auf dem Raumschiff kann Rowan durch die neue Technologie wieder zum Leben erweckt werden, Jason aber angeblich nicht. Angeblich, denn die Wissenschaftler ahnen nichts von seinen besonderen Fähigkeiten, und ruck-zuck hüpft ein komplett reanimierter Jason mit einem langen Messer durch das Raumschiff, und zerfleischt alles was auch nur den Anschein macht sich zu bewegen.
Vom idyllischen See ab ins All, Jason kommt überall hin, und mit ihm seine Machete. Wie immer ist auch in diesem Jason-Film die Story weniger kreativ, zwar mal was anderes, aber halt auch kein Hammer. Die Morde die Jason hier an der Besatzung verübt sind hingegen in Sachen Kreativität im obersten Slasher-Mittelfeld (so hirnrissige Slasher wie „Wishcraft“ lass ich nun mal außen vor). Auch in Sachen Humor kommt man bei dem Film nicht zu kurz, die Teenie-Szene in der Illusionswelt bei der Jason mit dem Schlafsack gegen den Baum schlägt bleibt unvergessen, ebenso wie die herrliche Szene in der Jason sich in das Videospiel einmischt. Die Effekte sind ebenso recht anständig gemacht, zumindest wenn man bedenkt das es sich hier um einen stinknormalen Slasher ohne besondere Story-Elemente handelt. Schauspielerisch ist das ganze zwar nur normales Mittelfeld, niemand fällt als besonders gut oder besonders schlecht auf, aber das interessiert eh kaum da die Leute ja nur da sind um wieder gekillt zu werden.
Insgesamt ist „Jason X“ ein toller Slasher mit einigen Splatter-Szenen die ziemlich gut gemacht sind. Die Szenen sind lustig, die Atmosphäre passend, im Prinzip alles was sich das Slasher-Herz wünschen kann, zumal der Bodycount auch mal ganz anständig ist. Anschauen lohnt sich.

8/10

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