Review

Eine Handvoll Archäologiestudenten finden im Jahre 2455 den eingefrorenen Jason Voorhees und verfrachten ihn in ihr Raumschiff. Dummerweise taut der Knabe auf und kann so seinem Tötungsdrang auf vielfältige Art und Weise nachkommen.

Ach herrje, da den Machern der Serie die Luft im Camp Crystal Lake zu verbraucht war, haben sie krampfhaft nach einem neuen Schauplatz für das Werkeln von Jason Voorhees gesucht und sich für das Weltall in der Zukunft entschieden. Dummerweise haben sie dabei übersehen, dass die Serie eben von jener Campathmosphäre zehrt und dieses Weltraumszenario überhaupt nicht zum Eishockeymaskenmann passt.
Zugegeben bietet die Zukunft diesmal viele ideenreiche Mordmethoden wie z.B. das Kopfeinfrieren mit anschließendem Zerschmettern (mein persönliches Highlight des Filmes) oder Cybertode (Halbierung und Enthauptung) und interessante Erfindungen wie beispielsweise diese heilenden Kleinstlebewesen oder die Androidin, aber irgendwie passt all das nicht zum Freitag dem 13ten (vielleicht bin ich auch nur zu intolerant).
Auch nicht anfreunden kann ich mich mit dem gezwungenen Humor, der sich über den gesamten Film verbreitet. Diese albernen Sprüche (selbst in Gefahrensituationen oder kurz vorm Tod verlässt noch ein Flaps die Lippen) oder Dampfhammerhumor wie an Händen festgefrorene Tassen oder "Abgetrennter Arm"-Klamauk stören mich. Nungut, der ein oder andere Gag zündet dann doch, wobei mir im Moment nur die gelungene Idee mit den vorehelichen Sex liebenden Mädels im Cyber Crystal Lake einfällt.
Nett anzusehen ist auch der Auftritt der Androidin, die unserem Jason zeigt, was ne Harke ist, indem sie ihn ordentlich zusammenballert. Schade nur, dass der gute Mann kurz darauf in neuem Gewand zurückkehrt und mit diesem Aussehen nur noch peinlich ist. Diesen sogenannten Über-Jason hätte man sich getrost sparen können, aber wie gesagt, vielleicht bin ich auch nur zu interolerant.

Schauspielerisch wird nichts besonderes geboten, aber das haben die anderen Teil der Reihe bis auf wenige Ausnahmen auch nicht. Die Charaktere sind voller Klischees und mehr als gut aussehen, böse gucken, albern sein oder tot gehen haben die Darsteller nicht zu tun und Kane Hodder als Jason überzeugt wie in den vorherigen Episoden allein durch seine imposante Erscheinung. Erwähnenswert ist vielleicht noch der kurze Auftritt von David Cronenberg zu Beginn des Films mit einem blutigen (seiner Meinung nach hätte er ruhig noch blutiger sein können) Abgang.

Insgesamt ist dieser zehnte Teil der Freitag der 13. Reihe für mich der schwächste, da das Umfeld und am Ende sogar der neue Jason einfach nicht passen. Ich bin da eher ein Fan der klassischen Crystal Lake Athmosphäre. Immerhin gibt es auf der DVD eine recht interessante Dokumentation über die vielen Leben des Jason Voorhees, aber das macht den Film auch nicht besser.

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