"Ein Partyfilm der besonderen Art!" - "Der beste Teil der Reihe." - "Dieser Film rockt!" - usw.... Ach was wurde dieser Film hoch gepriesen, verehrt und gefeiert bis zum Gehtnichtmehr. Und wofür letztendlich? Für gar nichts! Jason X ist ein selten dämlicher Film, der sich wie all die anderen Fortsetzungen durch seine 90 Minuten schlitzt um dem Zuschauer zum Schluss wieder ein offenes Ende zu präsentieren. Die Freitag der 13te- Reihe ist ja nicht gerade für ihre Story berühmt. Das ist eine Sache, die auch sehr stört, denn die Story des unsterblichen Killers, der den Tod seiner ermordeten Mutter rächt, war schon nach Teil 2 ziemlich ausgelutscht, aber nein, es gibt inzwischen den 10ten Teil dieser Reihe, die immernoch die selbe Story hat wie am Anfang (das Töten der Teenies durchzieht die gesamte Filmreihe ohne, dass irgendeine storytechnische Neuerung dazugekommen ist). So ist diese gesamte Reihe die mit Abstand dümmste. Eine anspruchsvolle Story war ja gar nicht gefragt, aber man hätte in Teil 3- 10 wenigstens eine einbauen können. Dass Jason außerdem nur eine blöde Michael Myers- Imitation ist, müsste eigentlich jedem Kenner der beiden Filmreihen bekannt sein. Aber das jetzt außen vorgelassen, ist Jason X tatsächlich ein Partyfilm, der allerdings den Anspruchsfaktor 0,0 hat. Eine Storyeinführung gibts nicht, man findet sich sowieso sofort zurecht. So hält sich der Film auch nicht groß auf und Jason metzelt ersteinmal eine Gruppe Bewachungseskorte nieder. Im Punkto Action kann man Regisseur Jim Isaac nichts Negatives nachsprechen, aber wie in allen anderen Jasonteilen sind die Darsteller unter aller Sau und in keiner Sekunde glaubwürdig. Einzig und allein David Cronenberg (einer der besten Regisseure unserer Zeit) hat hier einen kurzen Auftritt und bringt etwas gute Leistung ein.
Was auch ein großes Manko hier ist, sind die Computereffekte, denn denen merkt man ihre Low Budget- Herkunft sofort an. Eigentlich müsste ich jetzt schreiben, dass dies die Atmosphäre anschneidet, aber wo nichts ist, kann auch nichts angeschnitten werden. Spannung kommt außerdem auch nicht auf, die Bluteffekte sind zwar nicht schlecht, werden aber sparsam eingesetzt. Dennoch gibts hier ein paar coole Morde zu begutachten (einer Frau wird das Gesicht in flüssigen Stickstoff gedrückt und anschließend auf dem Tisch kaputtgeschlagen und man sieht das Innere des Kopfes kurz). Das wars aber auch schon. Ansonsten ist Jason X genauso ein Film wie all die anderen Freitag der 13te- Fortsetzungen. Blöd, ohne Storyneuerung, mit schlechten Schauspielern ausgestattet, ohne Spannung und Atmosphäre, vorhersehbaren Schocks und ab und zu kommt ein cooler Mord (das kanns doch echt nicht sein oder?).
Ein enttäuschendes Stück Teenieslasher, das nicht im Entferntesten an den besten aller Teenieslasherfilmen herankommt und selbst nicht einmal an den Original- Freitag der 13te- Film herankommt. Einfach nur schlecht. 2/10 Punkte.