Review

SPOILER!!!
Nun, ja.
Teil 10.
Zuviel des Guten?
Ich würde sagen: Genau richtig!
Denn "Jason X" ist einfach gut.Natürlich ist es immer schwer bei Splatter/Horror-Filmen von Qualität zu sprechen, doch wenn der Film die ihm zugeteilte Aufgabe erfüllt, warum nicht?
In diesem Fall bedeutet das Spaß, "Creative Kills" (wie es Kane Hodder im Interview bemerkt), und sogar ein wenig Action.
Die Story ist wie immer eigentlich Nebensache und dementsprechend blöde:
Jason wird gefangengehalten, zwecks Laborexperimenten und Untersuchungen.Natürlich schlägt er sich den Weg frei. Dabei kommt es zum Gerangel zwischen ihm und einer jungen Frau, die von der Idee, Jason festzuhalten, nicht begeistert war. Schließlich schließt sie ihn und sich selbst in der Eiskammer ein, und wird so "konserviert". Als sie knapp 400 Jahre später wieder aufwacht, ist sie sehr schockiert: sie befindet sich auf einem Raumschiff. Und sie ist trotz der gefährlichen Wunde, die ihr Jason zugefügt hat, nicht tot. Durch das Eis.
Zuerst sieht es nach Glück im Unglück aus. Doch dann erwacht auch Jason aus dem Kälteschlaf und es ist wieder Freitag der 13......

Die Story bietet wie immer die Voraussetzung für coole und blutige Splatterszenen, ohne die der Film schon ärmer wäre. Doch diese Atmosphäre im Raumschiff hat, trotz der Sinnleere der Handlung, doch was Besonderes:
Immer gibt es neue Verstecke für Jason, Räume, von denen wegen der Technik und der hochentwickelten Elektronik eine ungeheure Macht ausgeht.Außerdem wirkt die Kulisse schon irgendwie cool. Es gibt kein besseres Wort.
Die Besetzung ist auch nicht wichtig, ein paar geile Weiber, ein paar dumme Typen und ein Killer.
Doch die Anforderung eines Horror/Splatterfilms erfüllt "Jason X" voll:
Die Kills sind oberblutig, teils schon bekannt aus Teil 9 (ihr wißt, die Zeltszene), teils aber neu:
Jason friert einer Laborantin den Schädel ein und schlägt diesen auf einen Tisch. Dabei flatscht ihr das halbe Gesicht weg. Oder als er den Freak in 2 Teile schlägt...
Als dann Jason die Arme und Beine weggeschossen werden, kommt der Zuschauer wieder in den Genuss besonders ekliger Effekte.
Die Sache mit dem Android ist überflüssig:
Als am Schluss alles überstanden ist , küssen sich der Typ (fragt mich nicht nach dem Namen) und der Android. Und die Szene, in der der Typ den Kopf des Androiden festhält, hätte nur noch gefehlt, dass er den auch noch küßt....
Die Idee mit "Über-Jason" ist nett, aber ich finde doch nicht UNBEDINGT nötig. Da Jason hier wie Shredder von den Turtles aussieht.
Auch probiert Jason neue "alte" Waffen aus, killt aber hier bevorzugt mit der Hand, was den Effekten nicht schadet.
Und die sind hier das Wichtigste. Auch versucht der Film ein bißchen ins Actiongenre abzugleiten.Das gelingt nur wenig.Aber trotzdem nicht negativ zu beurteilen, denn für Jasonfans ist der Film ein Fest.
Ich finde nur, man hätte Jason in der Zukunft verfilmen sollen, wenn man das endgültige Ende der Serie plant.
So unterscheiden sich eben Ideale und Kommerz....

Trotzdem ein guter Splatterfilm:
In der Schlußszene kehr Jason wieder an den Crystal Lake zurück und eine Einstellung, die wir kennen, wird wieder eingesetzt:
Jasons Maske liegt am Grund, und gleichzeitig beobachten zwei Teenies die Sterne...
Spätestens hier wird klar:
Es wir Teil 11 geben, denn:
Solange es dumme Teenies gibt, die sich in Jasons Revier schleichen, solange wird auch Jason wieder kommen.
Nur bitte ohne Freddy. Bitte.

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