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8 Jahre sind eine lange Zeit, doch genau so lange brauchte es, bis man sich bei "New Line Cinema" dazu entschloss, den neben Michael Myers wohl berühmtesten und berüchtigsten Serienkiller aller Zeiten zu reanimieren. Doch 2001 war es endlich so weit, "Jason X" lief in den amerikanischen Kinos und hierzulande auf dem "Fantasy Film Fest" an.
Während der Film in den USA floppte, wurde er hierzulande von den Horrorfans größtenteils frenetisch bejubelt!

Die Story ist simpel wie immer, das Geschehen wurde jedoch von der Gegenwart ins Jahr 2455 transportiert und spielt sich größtenteils auf einem Raumschiff ab.
Im Jahr 2008 (oder so) wollen ein paar Wissenschaftler den mittlerweile zigtausend mal zum Tode verurteilten Jason zu Forschungszwecken in ein anderes Labor bringen, doch daraus wird nichts, denn der Massenmörder richtet gleich zu Anfang ein ordentliches Massaker an, bei dem auch Kultregisseur David Cronenberg (eXistenZ) dran glauben muss. Wenig später befindet sich Jason aber trotz aller Ausbruchsversuche in einer Kältekammer und wird erstmal für die Nachwelt konserviert!
Im Jahre 2455 finden dann ein paar Weltraumschrotthändler die schockgefrorene "Leiche" unseres Lieblingsserienkillers und transportieren diese auf ihr Schiff. Dass dieser dort natürlich erwacht und die Besatzung des Raumschiffs auf mehr oder wenige derbe Art und Weise dezimiert, dürfte klar sein. Außerdem bekommen wir noch eine Art Über-Jason zu sehen.

Wer jetzt beim Lesen der Story den Eindruck bekommen hat, das Geschehen hier sei irgendwie trashig, dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Aber im Gegensatz zu einigen anderen B-Filmen nimmt sich der Film selber in keiner Minute ernst und ist somit zum einen sehr unterhaltsam und zum anderen ziemlich sympathisch.

Eine wichtige Frage für viele Horrorfans dürfte sein, ob der Film auch mit ordentlichen Splatter und Goreeffekten aufwarten kann. Hier haben sich die Macher wirklich viel Mühe gegeben, schon allein die Szene mit dem gefrorenen Kopf ist das Ansehen wert. Außerdem gibt es auch noch einige ausgesprochen böse Szenen, wie die Szene mit dem auf einen Pfahl geworfenen Soldaten, der dann langsam und in Kreisbewegungen daran herunterrutscht.
Jedoch übertreibt es der Film nicht in Sachen Blut & Gore und ist oftmals in diesen Szenen sogar am witzigsten, z.B. die Sache mit den Schlafsäcken. Ach, seht einfach selber!

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass der Film insgesamt ziemlich unterhaltsam ist und für eine (evtl.) bierselige Party mit ein paar Kumpels sehr zu empfehlen ist. Die Schauspieler sind wie immer ziemlich belanglos, dafür hat aber auch so gut wie jede weibliche Darstellerin einen ziemlich leicht bekleideten Auftritt ;-)
Jason ist mal wieder sehr gut drauf, auch wenn der Über-Jason etwas peinlich aussieht.
Letzten Endes also ein ziemlich selbstironischer, aber auch blutiger Film, der in keiner Horrorsammlung fehlen sollte! 9/10 Punkten

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