Maskenkiller Jason Vorhees ist nach mehreren Jahren Pause wieder zurück! Und schon wird er eingefroren und über 400 Jahre später wieder aufgetaut. Kein Wunder, dass das mordende Muttersöhnchen dem entsprechend sauer ist und sofort damit beginnt, eine ganze Raummannschaft inklusive Überlebender aus unserer Zeit durch ein Raumschiff zu jagen.
Kane Hodder spielt erneut Jason. Darum hat er auch später etwas motzig reagiert, als er seine Paraderolle in "Freddy vs. Jason" nicht mehr spielen durfte. Außer den beiden Andromeda-Girls Lexa Doig und Lisa Ryder gibt es in dem Film aber keine bekannteren Schauspieler mehr.
Die Abschlachtszenen sind ausnahmsweise mal wirklich kreativ und super geraten. Wenn Jason z.B. einer sexy Space-Ärztin den Kopf einfriert und diesen dann auf einem Tisch zerschlägt, schlägt das Herz eines jeden Slasher- und Horror-Fans höher. Ansonsten werden noch Wirbelsäulen und Genicke gebrochen, Soldaten auf Bohrer und Hacken aufgespießt. Natürlich fallen einige Weltraum-Teenager auch Jasons berühmter Machete zum Opfer.
Einer der Höhepunkte des Filmes ist der Kampf Jasons gegen einen weiblichen Cyborg. Nachdem der Killer so gut wie alle Soldaten des Raumschiffes abgemetzelt hat, bleibt einem Technik-Freak nichts anderes übrig, als seinen Liebes-Cyborg in einen knallharten Lara Croft-Anzug zu stecken, ihm zwei Monster-Kanonen und eine Mega-Bazooka umzuhängen, damit die Liebesmaschine gegen den Maskenmörder vorgehen kann. Und so ballert der Cyborg Jason dann auch relativ schnell in blutige Stücke. Doch damit ist die Bedrohung durch das sadistische Muttersöhnchen noch lange nicht beendet.
Dank einer futuristischen Regenerationsmaschine verwandelt Jason sich in eine Mischung aus Terminator und Michael Myers. Erneut kämpft er gegen den ballernden Liebesroboter und kann ihn dieses Mal relativ schnell terminieren. Die übrige Besatzung versucht nun Jason durch einen virtuellen Crystal Lake inklusive zwei notgeilen Silikonmädchen abzulenken. Schnell widmet Jason sich den beiden Schönheiten, steckt sie in einen Schlafsack und knallt sie eiskalt 100mal gegen einen Baumstamm. Am Ende verglüht der aufgemotzte Jason dann dank eines überlebenden Soldaten in der Erdumlaufbahn. Nur noch seine Metallmaske sinkt direkt vor einem Liebespaar auf den Grund eines Sees.
Manchmal fragt man sich doch echt, was diese Drehbuchautoren geraucht haben müssen, um auf solche Ideen zu kommen. Im Fall von Jason X sind sie aber auf ein paar wirklich gute und originelle Ideen gekommen. Hätte man bloß mal den Wachowski-Brüdern dieses Zeug zum Rauchen gegeben, als sie die Drehbücher zu Reloaded und Revolutions geschrieben haben. Im Gegensatz zu anderen Horror-Fortsetzungen, wie z.B. Halloween: Resurrection, besticht Jason X auch mit einer unterhaltsamen Story und kreativen Abschlacht-Szenen. Allerdings gibt es auch bei diesem Film einige Minuspunkte zu verzeichnen. Unter anderem sieht das Outfit des aufgemotzten Mega-Jasons etwas billig aus. Auch einige Charaktere sind ziemlich klischeehaft und dümmlich geraten. Aber schließlich befinden wir uns hier in einem Horror-Film. Was will man da denn erwarten? In solchen Filmen laufen nun einmal Girls mit praller Oberweite vor einem blutrünstigen Killer davon und sterben trotzdem dank ihrer eigenen Blödheit. Und jene Typen, die auf die unendlich blöde Idee kommen, den Killer im Alleingang zu vernichten (haben wohl zu oft Stirb langsam! oder Terminator geguckt), werden ebenfalls schnell zu Hackfleisch verarbeitet.
Alles in allem ein unterhaltsamer Horror/SciFi-Film für einen DVD-Abend mit seinen Kumpels oder mit einer ängstlichen Freundin, die man in den entsprechenden Szenen schützend in die Arme nehmen kann.