Review zur FSK 18-Version!
Er ist für viele einer der Meisterregisseure des "lähmenden Spannungskinos": Tobe Hooper. Sei es z. Bsp. sein nervenzerfetzender Horrortrip "Texas Chainsaw Massacre" oder die Spukgeschichte "Poltergeist". Bei beiden Filmen kommt der Zuschauer aus dem Zittern nicht mehr heraus und sein Blutdruck steigt ins Unmessbare. Für seinen "Nightmare"-Film holte sich nun Hooper den Alptraum-Experten überhaupt ins Nest: Robert "Freddy" Englund. Nun könnte man bei zwei solchen Experten wieder ein herrlich gruseliges Stück erwarten. Leider aber ist "Tope Hooper's Nightmare" bei weitem nicht das, was der Titel verspricht! Vor allem in der FSK 18-Fassung!
"T. H. Nightmare" hat durchaus eine nette und recht ungewöhnliche Story zu bieten, die aus dem mörderischen Horror-Einheitsbrei durchaus hervorsticht. Trotzdem bleibt es nicht zu übersehen, dass die Handlung, hier und da, etwas krude und wirr wirkt. Doch das kann man, mit vielen zugedrückten Hühneraugen, durchaus noch verschmerzen.
Vielmehr krankt der Film leider an viel zu vielen Szenen, die nur reinsten "Leerlauf" bieten. Immer wieder versiegt der Film in uninteressanten und vollkommen überflüssigen Szenen, die den Film in keinster Weise vorantreiben und nur pure Langeweile auslösen. 83 Minuten können da manchmal ganz schön lang werden. Zudem ist das Finale so blöde und uninspiriert, dass man nur noch enttäuscht von Dannen zieht.
In Sachen Gore-Effekte gibt es dann (zumindest in der mir bekannten FSK 18-Fassung) leider auch nicht all zu viel zu bieten, dafür sind die vorhandenen Effekte aber ganz nett anzusehen!
Punkten kann der Film zudem noch durch seine geschickte Atmosphäre, die der Film dann doch hier und da mal erzeugen kann. Das liegt vor allem an der perfekten Maske Englunds, dem guten eindringlichen Filmscore und vor allem an seinem Hauptdarsteller.
Englund spielt die Rolle des Bösewichts mal wieder perfekt. Zwischen all dem Hick-Hack, den der Film bietet, schafft er es, durch sein großartiges Spiel, nahezu jede Szene, in der er vorhanden ist, für sich zu gewinnen. Die anderen Darsteller sind dagegen nur müde Laien!
Fazit: Einer der schwächeren Hooper-Filme. Eine, in der Grundidee, recht nette Story, wird durch eine wirre Handlung und viel zu viel Leerlauf, leider eher schlecht als recht umgesetzt. Allerdings können wir uns zwischendurch doch mal hier und da von etwas Atmosphäre packen lassen und Hauptdarsteller Englund kann durch sein Schauspiel wirklich viel retten. Mehr als Durchschnitt wirds unterm Strich aber trotzdem nicht. Und das sicherlich auch in der ungekürzten Fassung!!
Wertung: 5/10