Jason und Alexandra geraten auf bei einem Segeltörn hoher See in einen heftigen Sturm, das Schiff sinkt, doch sie werden von einem Transportschiff gerettet. Doch das Glück wendet sich, Jason findet heraus, dass der obskure Schiffsarzt Dr. Grbac verbotene Experimente an Board durchführt. Er hat eine gigantische Spinne gezüchtet, die ihre Eier in lebende Menschen injiziert. Auch Jason gerät in seine Hand und wird für seine Zwecke missbraucht. Als Alexandra dies herausfindet, bekämpft Sie Dr. Grbac und die Crew mit allen Mitteln. Es gelingt ihr, den Strom abzuschalten, die Käfige der unzähligen Riesenspinnen öffnen sich.
Selbst dem größten Laien müßte doch eigentlich auffallen, das wenn man einen Film mit dem Namen Spiders 2 dreht und sich weit über 60 Minuten keiner der Arachniden seine haarigen Beine vor die Kamera hält, etwas grundsätzlich falsch gelaufen ist. Wenn man dazu diese elend lange Anlaufphase nicht mit guter Story unterfüttern kann, wird's schnell ziemlich öde, was uns hier ausgerechnet Sam Firstenberg beweist, der ja eigentlich ein routiniertes Aushängeschild in Sachen B-Action Regisseur darstellt.
Hier begleiten wir zunächst das schiffgebrüchigte Ehepaar Alexandra und Jason, die von einem Frachter aufgegabelt werden. Spätestens wenn man das Gerede und den Gesichtsausdruck des hiesigen Mad Scientist sieht ahnt jeder das hier nicht alles koscher ist. Jeder?? Naja jeder Zuschauer zumindest, unser liebes Paar braucht dafür gefühlte Ewigkeiten, ignoriert sämtliche dunklen Vorboten (Funk kaputt, Kreisfahrt, Lagerräume verschlossen etc.). Auch der Subplot um den Kapitän, der mehr als ein Auge auf Alex wirft ist ein völlig unnötiger Subplot, der lediglich die Laufzeit steigert. Die Story sülzt sich selbst in den Schlaf und alle warten, das endlich mal die Spinnen aus dem Netz gelassen werden.
nachdem dann wirklich alle Möglichkeiten banaler Zeitschinderei ausgereizt sind, wird es aber immerhin noch mal so etwas ähnliches wie spannend. Zahlreiche Biester erobern, bis auf unser Paar und dem bösen Doc, das Schiff, die restliche Crew wird Spinnenfrikassee (allerdings unblutig, man sieht immer nur die Fangzähne aus der Plauze rausschauen) und tatsächlich kommt sowas wie Tempo auf. Alexandra wird zur Einzelkämpferin (Jason jetzt verletzt, aber immer noch ein blasser Darsteller) und muß sich gegen Dutzende von Riesenviechern auseinandersetzen, was vor allem im Containerlabyrinth recht gut rüberkommt. Retten tut das den Streifen aber natürlich nicht mehr.
Zu bewundern wären da noch die Tricks, die im handwerklichen Bereich noch ok sind, aber sobald die CGI das Zepter schwingt wird's bös billig. Feuer, Explosion, oder Spinnen sehen absolut furchtbar aus, getoppt allerdings noch vom Schiffsuntergang, ohne Worte. Die Darsteller kann man mit leichten Einschränkungen noch einigermaßen durchwinken. Zumindest Richard Moll sehe ich immer gerne, der hier auch mal so richtig als verrückter Wissenschaftler (aber mit moralisch im Grunde guten Motiven) vom Leder ziehen darf. Ins gesamt aber doch ein eher schwacher Beitrag zum Tierhorror, Teil 1 war aber auch nicht besser.
3/10