Ein weiteres reaktionäres Werk aus der Cannon-Schmiede erwartet die Fans von Chuck Norris mit "Mission in Action 2".
Angeblich wurde dieses Prequel schon vor "Missing in Action" gedreht und nur aufgrund von dessen Erfolg in die Kinos gebracht.
Hört sich übel an, so schlimm ist es aber Gott sein Dank nicht! Wer die Filme von Produzenteam Menahem Golan und Yoram Globus kennt, wird mit dem zufrieden sein, was er hier geboten bekommt.
Endlich gibt es ja auch die ungekürzte britische DVD, für alle, die nur über einen Code-2-Player verfügen, wie ich.
Warum unsere alte Videofassung fast 20 Minuten gekürzt wurde (und trotzdem indiziert ist), frage ich mich schon. Okay, viele derbe Szenen hat der Film. Aber ausgerechnet der nette Kopfschuss (Kenner wissen, was ich meine), den ich für härter halte als manch andere Brutalität, ist bei uns sogar im TV zu sehen und auch im Video drin!
Naja, egal.
Braddock wird jedenfalls während einer Rettungmission gefangen genommen und ein vietnamnesisches Lager mitten im Dschungel gesteckt. Hier muss er sadistische Quälerein der Gefangenen mit ansehen und selbst erleiden, bis ihm die Flucht gelingt und er zurück schlägt ...
Ungeheuer glaubwürdig; aber das versteht sich bei Filmen dieser Art (und überhaupt bei Filmen mit Chuck Norris) von selbst. ;-) Trotzdem ist "Missing in Action 2" einer von Norris' Besseren! Ich finde ihn besser als Teil 1, da dort die Story genau so dumm, aber die Action lahmer war. Okay, hier gibt es auch nicht wirklich ein Highlight zu bestaunen. Es beschränkt sich fast alles auf Kämpfe und einige Explosionen - allerdings mit deutlich härteren Szenen, die dann einfach mehr Spaß machen. Zudem hat Regisseur Hool nicht versucht, die Action spektakulärer machen zu wollen, als Geld in der Kasse war. Das war das eingentlich das Manko vom ersten Teil.
Dass man für den Lagerkommandanten nun keinen Vietnamesen bekommen hat, ist zwar schade, aber ein Japaner tut's auch. Soon-Tek Oh ist zumindest B-Fans aus vielen Video- oder TV-Produktionen bekannt.
Über Norris schaupielerische Qualitäten brauche ich mich nicht weiter auslassen. Sein Können liegt irgendwo zwischen Van Damme und Steven Seagal (soll heißen: Könnte er kein Karate, wäre er ein blasses, unbedeutendes Nichts).
Fazit:
Saudumm und trotzdem unterhaltsam. An "Missing in Action 3" reicht jedoch auch dieser Film weder in Action noch Spannung heran. 7/10 Punkten.