Review
von heißter82
In Missing in Action 2 – Die Rückkehr schlüpft Chuck Norris erneut in die Rolle des Colonel James Braddock. Gedreht paradoxerweise vor dem Erstling, startete der Film von Regisseur Lance Hool ein Jahr später als Prequel im Kino.
Im Vietnamkrieg wird während eines Einsatzes über Feindesland der Hubschrauber von US-Colonel Braddock und seinen Männern von vietnamesischen Soldaten abgeschossen. Er und die anderen Überlebenden des Absturzes werden in ein Kriegsgefangenenlager mitten im Dschungel gebracht. Zehn Jahre hält der sadistische Kommandant Yin die Männer gefangen. Dieser will Braddock mittels verschiedener Foltermethoden an ihm und seinen Leuten zwingen, angebliche Kriegsverbrechen am vietnamesischen Volk zu gestehen. Erst als ein Mithäftling schwer an Malaria erkrankt und medizinische Hilfe benötigt, knickt Braddock ein und unterschreibt das Geständnis. Doch Yin hält sich nicht an die Vereinbarung, die Gefangenen in die lang ersehnte Freiheit zu entlassen....
Zu tiefst rassistisch, mit einer teils hanebüchener Story daherkommend und sichtbar mit purer Freude an Sadismus ist der zweite Missing in Action Film ein übles Propaganda Werk das im Jahr 2023, selbst mit dem damaligen Zeitgeist oder den von mir in der Review zum Erstling erwähnten anderen Schwerpunkten, kaum entschuldbar ist. Ohne Zweifel gab es auch einige andere Werke wie Rambo 2 die sich nicht mit Ruhm bekleckerten und ein politisch zwiespältiges Bild zeichneten, dennoch agiert Norris zweiter Braddock Film nochmal in einer ganz anderen Dimension.
So können auch die ohne Zweifel gesteigerte Action - Sequenzen gegenüber dem Erstling sowie die soliden Darsteller kaum den regelrecht erschütternden Gesamteindruck kaschieren, denn mehr als 2 Punkte sind nicht drin.