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Ein durchaus spannender Thriller, der aber aus allen Ecken den muffigen Geruch (oder sollte man besser schreiben: Gestank?) der Adenauer-Ära verströmt. Fast alle setzen für die Kohle der Bank, die dazu auch noch versichert ist, todesmutig ihr Leben aufs Spiel. Und das wird von Regisseur Jürgen Roland ohne jede Einschränkung und ohne jeden Hauch von Ironie absolut positiv dargestellt. "Pflichterfüllung" lautet das Gebot der Stunde. Ein Wort, das den bösen Gangstern natürlich fremd ist, wie es auch im Dialog heißt.

Ein zunächst nicht ganz so aufrechter Bankangestellter, der vorübergehend eine kleíne Summe für Pferdewetten unterschlagen hat, sieht dann natürlich seinen ach so entstetzlichen Fehler ein. Er opfert später gar sein Leben. Ein absolut kapitalismus-affirmatives Machwerk also, das beim Arbeitgeber-Kongress oder bei Bankvorständen sicher für tosenden Applaus sorgen würde. Als Trash geht der Streifen freilich auch nicht durch: Roland versteht nämlich sein Handwerk. Spannend und gut gemacht ist "4 Schlüssel" durchaus.

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