Review


Inhalt:

China in einer früh-mittelalterlichen Epoche. Jiao Tianhao (Tung Lam) ist der Chef des Escort-Unternehmens "Yun Tong", welches Trecks mit kostbaren Wahren Geleitschutz offeriert. 
Einige Konkurrenten neiden Jiao den Erfolg..., und einer Vierer-Gang (u.a. Cheng Lui und Chiang Tao), die für Jiao´s direkte Konkurrenz, den WanChen-Excort arbeitet, gelingt es, Jiao in die Enge zu treiben.

Sie entführen seinen kleinen Sohn Jiao Yaner, und beim Befreiungsversuch kommt Jiao Tianhao um´s Leben. Jiao Yaner wird durch die Fürsprache der Schwert-Meisterin "White Brow" (Ou-Yang Sha Fei) gerettet..., jedoch sieht der Chef des WanChen-Escort, Chen Huatang (Yang Chih Ching) im nunmehr Erwachsenen Yaner (Lo Lieh) eine permanente Gefahr..., da er sich wohl eines Tages rächen wird, obgleich er kein KungFu beherrscht, ja dieses nie erlernt hat.

Yaner markiert den geistig Minderbemittelten..., hat sich aber selbst die gefürchtete Technik seines Vaters, die "Flaming Dagger"-Technik, aus dem KungFu-Manual seines alten Herrn, beigebracht.
Als ihm auch noch der Mord an der Konkubine des "Valley Head" (Chang Pei-Shan) angehängt wird, die in Wirklichkeit vom sexuell und psychisch gestörten Sohn (Shek Tien) von Chen umgebracht wurde..., wehrt sich Yaner gegen seine zahlreichen Feinde...

Ihm zur Seite steht eine junge Dame, die einst Schülerin "White Brows" war..., die exzellente Schwert-Fighterin Leng Rushang (Shih Szu)... die "Lady of the law"!


Fazit:

"Lady of the law" so lautet der Titel dieses Swordplay-Dramas, im Jahre 1975 für die Studios der Shaw Brothers von den Regisseuren San Kong und Stanley Siu Wing etwas langatmig und unter seinen Möglichkeiten in Szene gesetzt.

Der Streifen wirkt als Swordplay-Drama irgendwie eher wie ein Film den man für ein Shaw-Werk aus 1968 halten könnte, als das Genre auf dem Höhepunkt war. Wirework und eine etwas hüftsteife Inszenierung sorgen auch eher für Verwunderung ob des Baujahrs des Streifens.
Es wird etwas viel geredet..., die Action ist eher Beiwerk, und die Story wird etwas umständlich erzählt. Die Figur, die hier Shih Szu verkörpert, ist wohl an die legendäre Lady Hermit angelehnt..., doch mit diesem Klasse-Streifen der Shaw Brothers kann dieser Film hier leider nicht mithalten..., zu durchschnittlich wirkt denn das alles hier, da können ein dann endlich einsetzender rasant-blutiger Show-Down, hübsch-freundliche helle Bilder und illustre Außendrehorte die Raumtiefe unter blauestem Himmel suggerieren, leider wenig drüber hinwegtäuschen.

Damit sind die Pluspunkte denn auch schon aufgezählt...., denn die Darsteller bleiben auch unter ihren Möglichkeiten. Shih Szu..., hübsch anzusehen und agil wie immer, doch kann sie hier irgendwie nicht so ganz aus sich heraus wie das noch in "Lady Hermit" oder "Thunderbolt fist" der Fall war. 
Lo Lieh..., Easternfans schnalzen bei diesem Namen mit der Zunge...., und im Show-Down zeigt er ja auch was er kann. Doch fast die gesamte Laufzeit davor, darf er kaum groß was zeigen, zumal er vorgeben soll, ein Typ zu sein, der wo gegen gelaufen ist.
Der Rest des Ensembles agiert soweit solide...., Shek Tien ragt noch etwas heraus..., er spielt einen sexuell gestörten hageren und blassen Typen..., der versucht, seine Unsicherheit zu verbergen.

So plätschert mir dieser Swordplay-Eastern denn etwas zu sehr dahin..., da hätte man bei diesem Cast etwas mehr erwartet. Schade.
Was bleibt sind schön fotografierte Bilder, ein hell-freundliches Ambiente, ein hübsches happy-end und davor rasante Action in den letzten 10 Minuten. Lo Lieh kämpft mit 2 Dolchen gegen seine mit Schwertern bewaffneten Gegner..., Shih Szu duelliert sich in einem Drahtseil-Akt mit Chang Pei-Shan, welcher sich im Film einen kurios anmutenden Harem mit chinesischen Schönheiten hält..., netter Einfall.

Das hievt denn den leider insgesamt durchschnittlichen, antiquiert anmutenden SwordPlay-Eastern auf gerade mal 5,5/10 Punkten..., ich bin eben besseres gewohnt.
An anderer Stelle rezensierte ich einst über 170 Shaw-Streifen und an die 100 andere Eastern..., da ist man als jemand der sich seit Kindesbeinen der Materie widmet, wohl auch etwas verwöhnt... 

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