Review

Erzählt werden die Abenteuer des Kalifensohnes Achmed.
Auf einem fliegendem Pferd aus dem väterlichen Palaste in Bagdad auf der Insel Wak angekommen, verliebt er sich in die Fee Pari Banu. Dieses erregt die Rachegelüste des ursprünglichen Besitzers des Pferdes, eines bösen afrikanischen Zauberers, der die schöne Pari Banu an den Hof des chinesischen Kaisers entführt,. Hier soll sie Frau des Hofzwerges werden...
Nach etlichen Abenteuern, Irrwegen, Kämpfen mit Monstern und Dämonen, welche Achmed nur mit Hilfe ebenso märchenhafter Freunde (die Hexe vom Flammenberg, Aladin mit seiner Wunderlampe) übersteht, besiegt er den Zauberer und kann glücklich mit Pari Banu zurückkehren.

Mit diesem wundervolle Trickfilm in Scherenschnittechnik
schrieb Filmpionierin Lotte Reiniger Filmgeschichte.
War er doch an seiner Premiere 1926 mit einer Länge von ca. 65 min. der erste abendfüllende Trickfilm.
Ebenso gilt die Musik von Wolfgang Zeller als eine der ersten bildsynchronen Filmuntermalungen....
Entstanden in nur drei Jahren (in einem lediglichen 5-6 köpfigen Team) aus über 150.000 Einzelbildern, hunderten handgeschnittener Figuren und Hintergründen.

Auch 80 Jahre nach seinem Entstehen fasziniert mich dieser Film auch im Pixar-Zeitalter immer wieder aufs neue...
Die aufwendige Gestaltung, perfekte Umsetzung, filmhistorische Bedeutung und musikalische Untermalung, das "Rüberbringen" der märchenhaften 1001-Nacht-Atmosphäre sowie die wunderschöne Handlung rechtfertigen 10 Punkte.

Fazit: Denjenigen, der gewohnte Sehgewohnheiten ablegen kann und sich auf die "exotische" Silhouettentechnik (noch dazu in einem S/W-Stummfilm) einläßt und noch genug Kind in sich hat, um sich an Märchenerzählungen erfreuen zu können, erwartet ein einmaliges Filmerlebnis.

Die aufwendig restauriertierte Fassung, bisher "nur" auf VHS erhältlich, soll im September 2005 als DVD erscheinen

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