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Ein Außenseiterdrama: Ein schüchterner, schlaksiger und körperlich kranker junger Mann wird nicht als Soldat in den Zweiten Weltkrieg eingezogen, was in seinem Heimatdorf eine immense gesellschaftliche Schande darstellt. Die Enttäuschungen und Demütigen führen zu einem Amoklauf, der mit zu den Härtesten und Realistischsten der Filmgeschichte zählen dürfte, wenn man die am Kopf festgegurteten Taschenlampen mal außer Acht lässt. Doch der Weg dahin ist holprig, denn der Film zieht sich und es fehlt vor allem das eine traumatische, zentrale Ereignis, dass glaubhaft zum Austicken führt. Der Streifen verschenkt auch sehr viel an Power dadurch, dass er z.B. die brutalen Rowdys, die einmal ein kleines Huhn quälen, nicht viel mehr einbaut. Auch kommt unsere Hauptfigur beim weiblichen Geschlecht gar nicht so übel an, hat sogar Sex. Eine konsequentere, deprimierendere Gangart wäre nötig gewesen.